Do, 14. Dezember 2017

Propofol-Vergiftung

22.10.2011 13:59

Jackson-Prozess: Narkose-Experte im Kreuzverhör

Steven Shafer, jener Narkose-Experte, der Michael Jacksons früherem Leibarzt vor Gericht die Schuld am Tod des Sängers gegeben hat, ist in dem Prozess einem scharfen Kreuzverhör unterzogen worden. Die Verteidiger des wegen fahrlässiger Tötung angeklagten Herzspezialisten Conrad Murray griffen am Freitag die Aussage Shafers an, dass Murray seinem Patienten eine tödliche Menge des Narkosemittels Propofol intravenös verabreicht habe.

Shafer hatte am Donnerstag vor den Geschworenen in Los Angeles einen Tropf aufgebaut, um darzustellen, wie Jackson aus seiner Sicht in Murrays Obhut ums Leben gekommen sei. Als letzter und wichtigster medizinischer Zeuge der Anklage hatte Shafer dem Mediziner zahlreiche gravierende Fehler im Umgang mit Propofol vorgehalten.

Duell der Experten
Die Verteidigung will kommende Woche einen langjährigen Kollegen Shafers in den Zeugenstand holen, der eine andere Erklärung zu Jacksons Tod vertritt. Gerichtsbeobachter erwarten ein spannendes Duell der beiden Experten. In dem Ende September begonnenen Prozess sind bereits 33 Zeugen für die Anklage zu Wort gekommen.

Jackson 2009 an Propofol-Vergiftung gestorben
Jackson war am 25. Juni 2009 an einer akuten Vergiftung mit dem starken Betäubungsmittel Propofol gestorben. Die Staatsanwaltschaft will beweisen, dass der Leibarzt abgelenkt war und grob fahrlässig mit dem Sänger umging. Die Verteidigung will dagegen zeigen, dass Jackson etliche Mittel ohne Wissen seines Arztes eingenommen und sich damit versehentlich selbst getötet hat. Im Falle eines Schuldspruchs drohen dem 58 Jahre alten Herzspezialisten bis zu vier Jahre Haft.

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