So, 17. Dezember 2017

14-Jährige ermordet

17.10.2011 13:36

Paulinas Stiefvater erhängte sich in der Zelle

Dramatische Entwicklung im Fall der ermordeten 14 Jahre alten Paulina aus Bad Ischl: Der 48-jährige Stiefvater des Mädchens, Hauptverdächtiger in dieser Causa, hat sich Montag früh gegen 7 Uhr in seiner Zelle in der Justizanstalt Wels erhängt, wie die Staatsanwaltschaft bestätigte. Es habe im Vorfeld keine Anzeichen für einen Selbstmord gegeben, erklärte Behördenleiter Franz Haas. Eine Obduktion wurde angeordnet.

Eine Tatortbesichtigung in der Justizanstalt ergab, dass der 48-Jährige für den Selbstmord die Schnur eines Wäschesacks benutzte. Der 19-jährige Sohn des Mannes, der ebenfalls mordverdächtig und in Untersuchungshaft ist, wurde bereits über den Tod seines Vaters informiert und wird von einem Psychologen betreut.

Am Weg zur Schule abgepasst
Der 48-Jährige und sein Sohn sollen am 5. Juli die 14-jährige Paulina im oberösterreichischen Bad Ischl auf dem Weg zur Schule abgepasst, in ein Auto gezerrt und getötet haben. Danach verscharrten sie den Körper des Mädchens in einem vorbereiteten Erdloch in einem Waldstück in der Ortschaft Radau in St. Wolfgang im Salzkammergut. Nur einen Tag später fand die Polizei nach einer groß angelegten Suchaktion die Leiche der 14-Jährigen. Als Todesursache wurde ein schweres Schädel-Hirn-Trauma festgestellt.

Der 48-jährige Stiefvater der Schülerin und sein 19-jähriger Sohn legten ein Tatsachengeständnis ab. Sie haben zugegeben, das Mädchen getötet zu haben, aber nicht, warum. Immer wieder wurde ein Racheakt an der Mutter, die sich von dem 48-Jährigen kurz davor getrennt hatte, als Motiv ins Spiel gebracht.

Der Hauptverdächtige hatte bei den Einvernahmen angegeben, Stimmen gehört zu haben. Diese hätten ihm befohlen, der Schülerin Böses anzutun. Ein Gutachten des Gerichtspsychiaters Reinhard Haller über die Zurechnungsfähigkeit des Mannes hätte noch im Oktober fertig werden sollen.

Der Sohn des 48-Jährigen, Paulinas Stiefbruder, hatte laut seinem Anwalt Farid Rifaat zu Protokoll gegeben, sein Vater habe ihm das Messer an den Hals gesetzt und ihn so gezwungen, bei dem Mord zu helfen.

Grausige Details veröffentlicht
Zuletzt waren grausige Details in dem Mordfall bekannt geworden: So soll der Stiefbruder der ermordeten 14-Jährigen gestanden haben, dass er nicht wisse, ob Paulina bewusstlos oder tot war, als er sie mit seinem Vater im Wald verscharrte. Im Protokoll des Lokalaugenscheins soll der 19-jährige laut "Bild"-Zeitung zitiert sein: "Ich weiß auch nicht, ob sie bewusstlos oder tot war. Dann haben wir sie mit dem Kopf zum Loch hin getragen." Gemeinsam sollen Vater und Sohn dann das Grab von Paulina zugeschaufelt haben.

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