Sa, 18. November 2017

In Bar gefunden

12.10.2011 14:39

iPhone-4-Prototyp verkauft: Strafen für US-Amerikaner

Gut anderthalb Jahre nachdem sie einen verloren gegangenen Prototypen von Apples iPhone 4 an den Gadget-Blog Gizmodo verkauft hatten, sind zwei US-Amerikaner nun von einem Bezirksgericht in Kalifornien zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Der Fall hatte im April vergangenen Jahres weltweit für Schlagzeilen gesorgt, nachdem ein damals 27-jähriger Apple-Mitarbeiter den Handy-Prototypen in einem deutschen Biergarten im kalifornischen Redwood City vergessen hatte.

Der nun verurteilte Brian Hogan hatte den Prototypen gefunden und anschließend zusammen mit seinem Freund und Mitangeklagten Sage Wallower versucht, das Gerät an diverse Technik-Websites zu verkaufen. Den Zuschlag erhielt schließlich der Gadget-Blog Gizmodo, der die Gelegenheit nutzte und bereits Wochen vor der offiziellen Vorstellung durch Apple ausführlich über das neue Design und die technischen Spezifikationen des Geräts berichtete.

Während Gizmodo und der verantwortliche Redakteur Jason Chen ohne Klage davon kamen, wurden Hogan und Wallower nun zu jeweils einem Jahr auf Bewährung, 40 Stunden gemeinnütziger Arbeit und einer Strafe von 250 US-Dollar (181 Euro) verurteilt. Wie der Branchendienst "Cnet" berichtet, hatte die Staatsanwaltschaft ursprünglich Haftstrafen gefordert. Der verantwortliche Richter lehnte dies mit Blick auf die bislang straffreie Vorgeschichte der beiden Angeklagten jedoch ab.

Bei seinem Urteil berief sich das kalifornische Gericht auf ein Gesetz aus dem Jahr 1872, dem zufolge jede Person des Diebstahls schuldig ist, die wissentlich verlorenes Eigentum wie seinen eigenen Besitz verwendet.

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