Mo, 20. November 2017

Tiere erschraken

12.10.2011 08:51

Pferde gehen durch und stürzen mit Kutsche in Graben

Geistesgegenwärtig hat am Dienstag ein Kutscher in der Stadt Salzburg reagiert. Wegen eines pfeifenden Ventils scheuten seine Pferde und gingen durch. Die Tiere stürzten samt Wagen in einen drei Meter tiefen Straßengraben. Dem Mann gelang es aber gerade noch rechtzeitig abzuspringen. Er blieb unverletzt.

Es war ein Morgen wie jeder andere auch: Der 42-jährige Jonel Dimic, der als Fiaker in Salzburg arbeitet, fuhr zu einem Hof in der Moosstraße, um dort seine zwei Pferde und die Kutsche abzuholen. Auf dem Weg mit der Kutsche zum Residenzplatz kam es dann schon nach knapp einem Kilometer Fahrt zu dem Unglück. Bei einem am Straßenrand geparkten Heizöl-Lkw, der einen Haustank anfüllte, schrillte das Überdruckventil auf.

Die Pferde "Napoli" und "Nemo" scheuten und gingen durch. "Es spielte sich innerhalb von Sekunden ab. Ich konnte nichts tun, außer abspringen. Ich bin dann einige Meter über die Böschung gekugelt, habe mir dabei aber zum Glück nicht weh getan", so Jonel Dimic. Seine Tiere landeten samt der Kutsche im angrenzenden drei Meter tiefen Straßengraben.

"Kutsche ist stark beschädigt"
In seiner Verzweiflung rief Dimic die Berufsfeuerwehr zu Hilfe. Diese konnte Napoli rasch mit vereinten Kräften aus dem Graben ziehen, denn das Pferd hing nicht mehr am Gespann. Nemo dagegen war noch mit der Kutsche verbunden. Mehrere Feuerwehrmänner kletterten in den Graben und machten das Tier los. Sie sicherten Nemo mit einem Tragegurt. Das Pferd wurde schließlich mit einem Kran aus dem Graben gezogen. Zum Schluss holte die Feuerwehr auch noch die Kutsche auf die Straße.

Jonel Dimic bedankte sich tausendfach. Die beiden Pferde erlitten glücklicherweise nur leichte Blessuren. "Die Kutsche ist aber stark beschädigt. Dabei bin ich erst seit fünf Monaten dabei. In den nächsten Tagen kann ich den Touristen wohl nicht das schöne Salzburg zeigen", gab sich Jonel Dimic zerknirscht. Der Kutscher wird das Gefährt aber rasch reparieren lassen. Fiaker-Obmann Franz Winter, der an den Unglücksort eilte, zeigte sich erleichtert, dass niemand verletzt wurde.

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