Mo, 18. Dezember 2017

100.000 Euro Beute

29.09.2011 18:18

Erst bei Polizeiauto Reifen zerstochen, dann Juwelier-Raub

Auf Nummer sicher sind dreiste Juwelendiebe in Steyr in Oberösterreich gegangen, um ihren Coup bei einem Juwelier zu einem vollen Erfolg werden zu lassen. Denn noch bevor sie die Auslagenscheibe des Geschäfts einschlugen und Hochzeitsringe im Wert von fast 100.000 Euro erbeuteten, zerstachen sie vor der 200 Meter entfernten Polizeistation bei zwei Streifenwagen die Reifen. So entkamen sie ohne Verfolger.

Als Donnerstag früh um 5.16 Uhr beim Juwelier am Grünmarkt in Steyr der Alarm ausgelöst wurde, hatten die vermutlich drei bis vier Täter schon Vorarbeit geleistet: Sie hatten vor der nur 200 Meter entfernten Polizeiinspektion Stadtplatz bei den beiden Einsatzwagen jeweils drei Reifen aufgeschlitzt.

Einige Ringe noch am Tatort verloren
Dann fischten sie innerhalb von höchstens zwei Minuten an die 150 Gold- und Weißgoldringe aus der Auslage. Einige der erbeuteten Hochzeitsringe verloren aber sie noch am Tatort, wo sie auch einen Vorschlaghammer zurückließen.

"Das ist jetzt der siebente Einbruch in meinen beiden Steyrer Schmuckgeschäften – bei den vorherigen sechs hatten die Täter zumindest nichts erbeutet", stöhnte Juwelier Hermann Widgruber gegenüber der "Krone".

Polizisten mussten zu Fuß ausrücken
Ins Stöhnen gerieten auch die Polizisten, die bei Alarmauslösung zum Tatort rasen wollten: Die Autos nicht fahrbereit, mussten sie zu Fuß hinhetzen – da waren die Täter aber längst weg. Sie flohen in einem dunklen Lieferwagen.

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