Mi, 22. November 2017

Für nur 199 Dollar

28.09.2011 16:19

Amazon stellt mit dem Kindle Fire erstes Tablet vor

Amazon hat am Mittwoch wie erwartet das Tablet Kindle Fire sowie zahlreiche neue, günstige Modelle des E-Book-Readers Kindle vorgestellt. Das Kindle Fire verfügt über Multi-Touch-Bedienung auf einem 7-Zoll-Farbbildschirm, einen Zweikernprozessor und ist nur 413 Gramm schwer. Als Betriebssystem fungiert Googles Android, das Gerät ist ab 15. November - in den USA - erhältlich. Es kostet lediglich 199 US-Dollar (umgerechnet 146 Euro) und ist damit nicht einmal halb so teuer wie das günstigste iPad-Modell mit etwa 500 Dollar.

Die Inhalte des Kindle Fire, das über besonders bruchsicheres Gorilla-Glas verfügt, werden in der Cloud gespeichert. Dies passiert wie auf den E-Book-Readern Amazons per Whispersync - das Gerät speichert, welche Seite zuletzt gelesen wurde und synchronisiert Fußnoten und die eigene virtuelle Bibliothek. Dies kommt nun auch bei Videos zum Tragen - der Nutzer kann einen Film an der Stelle fortsetzen, an der er ihn auf dem TV-Gerät unterbrochen hat.

Neben dem Cloudspeicher verfügt das Kindle Fire über acht Gigabyte internen Speicher. Das Gerät ist vorerst nur als WLAN-Version erhältlich, es kann zudem über einen USB-2.0-Port verbunden werden.

Noch kein Starttermin in Österreich
Als Download-Angebote wurden neben Büchern Musik, Kinofilme und TV-Shows ebenso wie Hörbücher und Zeitschriften angekündigt - was davon allerdings in Österreich verfügbar sein wird, ist derzeit nicht klar. Auch Starttermin und Preis hierzulande waren vorerst nicht bekannt.

Neuer Browser mit Cloud-Unterstützung
Das Internetsurfen soll durch die Nutzung der Amazon Elastic Compute Cloud (EC2) schneller möglich werden: Der eigene Browser "Silk" (siehe Video in der Infobox) nutzt hierfür Ressourcen von EC2 und des Kindle Fire gleichzeitig, sodass weniger Rechenpower des Tablets belegt wird. EC2 werde so zum Cache für das Web, die Cloud stelle Speicherplatz bereit. Die Nutzer sollen davon allerdings nichts merken - außer der Geschwindigkeit -, alle Vorgänge laufen im Hintergrund ab und benötigen kein Computerwissen, verspricht Amazon.

Spiele wie "Angry Birds" verfügbar
Ebenfalls neu: Amazon verfügt nun über einen Android-App-Store - auf dem Kindle Fire sowie möglicherweise den E-Book-Readern sind demnach künftig auch einige Applikationen zu finden. Auf der Website des Kindle Fire werden zum Beispiel beliebte Spiele wie "Angry Birds" oder "Plants vs. Zombies" angekündigt. Alle verfügbaren Apps würden von Amazon auf Kindle-Tauglichkeit geprüft, heißt es. Auch eine E-Mail-App für Webmail-Services wie Gmail, Hotmail oder Yahoo werde auf dem Kindle Fire vorhanden sein.

Zahlreiche neue, günstige E-Book-Reader vorgestellt
Alle neu vorgestellten reinen E-Book-Reader der Kindle-Reihe sind mit der bekannten schwarz-weißen e-Ink-Technologie ausgestattet. Die Preise reichen von 79 US-Dollar bis 149 US-Dollar (umgerechnet etwa 58 bis 110 Euro). Die Geräte sind ab sofort in hundert Ländern weltweit bestellbar. Das günstigste Modell ist in Österreich ab dem 12. Oktober für 99 Euro erhältlich - zu den anderen Geräten gab es vorerst keine Informationen diesbezüglich.

Der Kindle Touch für 99 US-Dollar (umgerechnet ca. 73 Euro) kommt erstmals ohne physische Tastatur aus, er wird über ein Infrarot-System bedient und ist schmaler und leichter als seine Vorgänger. Ein neues Feature namen "X-Ray", also Röntgen, ermöglicht den Zugriff auf zusätzliche Informationen zum Buch, eine Art von Fußnoten - etwa die Beschreibung eines Charakters oder Anmerkungen.

Ebenfalls neu ist der Kindle Touch 3G, der in hundert Ländern weltweit für 149 US-Dollar (ca. 110 Euro) in die Läden kommen wird - inklusive der namensgebenden Internetverbindung via 3G.

Günstigstes Kindle-Modell ab 12. Oktober auch in Österreich
Wer weder Touchscreen noch 3G-Verbindung möchte, kann auf das 99-Euro-Modell - in den USA lediglich 79 Dollar (ca. 58 Euro) - zurückgreifen, das via WLAN mit dem Internet Verbindung aufnimmt. Es ist mit 170 Gramm dreißig Prozent leichter als der Vorgänger und bei gleicher Display-Größe von sechs Zoll 18 Prozent kleiner. Auch dieses Modell kommt ohne Tastatur aus - bedient wird es über einige wenige Buttons.

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