Mi, 22. November 2017

„Galaxy Skin“

27.09.2011 14:39

Erstes biegbares Handy angeblich bereits 2012

Als die südkoreanische Design-Studentin Hye-Yeon Yoo im Juni dieses Jahres das Konzept eines faltbaren Samsung-Smartphones – genannt "Galaxy Skin" - vorstellte, hielten dies viele noch für ferne Zukunft. Einem Bericht der "International Business Times" zufolge könnte diese aber schon bald Realität werden: Samsung soll demnach im zweiten Quartal des nächsten Jahres mit der Serienproduktion flexibler AMOLED-Displays beginnen. Smartphones, die sich wie in der Konzeptstudie um den Arm wickeln, in sich verdrehen und biegen lassen, wären dann nicht mehr ausgeschlossen.

Flexible Displays beflügeln bereits seit geraumer Zeit die Fantasie der Hersteller. So stellte Philips etwa bereits zur Internationalen Funkausstellung 2005 in Berlin ein erstes E-Paper mit aufrollbarem Display vor, drei Jahre später schwärmte auch Nokia in einer Konzeptstudie von einem Handy mit biegbarem Bildschirm. 2010 wiederum präsentierte Sony den Prototypen eines aufrollbaren Farbbildschirms, der so dünn war, dass er sich um einen Bleistift wickeln ließ. "Wir glauben, dass wir damit mobile elektronische Geräte bauen können, die gleichzeitig leicht und robust sind", hieß es seitens des japanischen Elektronikkonzerns damals.

So recht in Schwung kommen wollte der Markt für die stromsparenden und flexiblen Displays aus organischen Leuchtdioden, sogenannte OLED, bislang aber nicht. Der einfache Grund: die Kosten. Anfang des Jahres verkündete Samsung allerdings, seine Investitionen in die OLED-Entwicklung mit 3,6 Milliarden Euro mehr als verdreifachen zu wollen. Die Früchte dieser Investition sollen laut "International Business Times" nun bereits im zweiten Quartal des nächsten Jahres sichtbar werden, wenn der südkoreanische Konzern mit der Produktion des flachen und biegbaren Displays in Serie geht und damit auch die Kosten für entsprechende Geräte senkt.

Als erstes Produkt soll dem Bericht nach das einstige Konzept des "Galaxy Skin" (siehe Bilder oben) Realität werden. Die Rede ist von einem biegbaren Gerät mit vier Zoll großem AMOLED-Display (800x480 Pixel), einer 8-Megapixel-Kamera auf der Rück- und einer VGA-Kamera auf der Vorderseite, 1,2 GHz Prozessorleistung, ein Gigabyte Arbeitsspeicher sowie 16 bzw. 32 Gigabyte Speicher, USB, Bluetooth 3.0 und WLAN. Fraglich ist allerdings, wie all diese Komponenten untergebracht werden sollen. Denn während das Display biegbar sein mag, sind es Prozessor, Speicher, Akku und andere Komponenten bislang nicht oder nur bedingt.

Noch sind die Gerüchte also mit Vorsicht zu genießen, ob sie sich bewahrheiten werden, bleibt abzuwarten. Falls ja, dürfte das Handyjahr 2012 jedenfalls überaus spannend werden.

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