Mo, 28. Mai 2018

100 Mio. Euro wert?

26.09.2011 22:14

Schiffswrack mit Silberschatz vor Irland aufgespürt

Im Atlantik vor der Küste Irlands ist das Wrack eines von einem deutschen U-Boot im Zweiten Weltkrieg versenkten britischen Handelsschiffs gefunden worden, das möglicherweise eine Millionen Euro schwere Fracht birgt. Die "SS Gairsoppa" habe vermutlich rund 200 Tonnen Silber an Bord, teilte die US-Firma Odyssey Marine Exploration am Montag mit, die das Schiff geortet hat. Nach heutigem Preis könnte die Ladung mehr als 100 Millionen Euro wert sein.

Sollte das Silber, dessen Existenz in alten Dokumenten belegt ist, tatsächlich geborgen werden, wäre das der größte Fund von Edelmetall in einem Schiffswrack, den es jemals gegeben hat, hieß es seitens Odyssey Marine Exploration.

Auf Rückweg von Indien versenkt
Das Schiff fuhr während des Zweiten Weltkriegs für das britische Ministerium für Kriegstransporte. Einem Bericht des Senders BBC zufolge war es mit unter anderem 2.600 Tonnen Roheisen, 1.765 Tonnen Tee sowie Silberbarren im damaligen Wert von 600.000 Pfund an Bord im Februar 1941 auf dem Rückweg von Indien nach London. Weil der Brennstoff des alten Dampfschiffs knapp geworden war, hatte die Mannschaft versucht, Irland zu erreichen, um dort Kohle zu bunkern.

Auf dem Weg Richting Galway in Westirland wurde der Frachter von einem deutschen Aufklärungsflugzeug entdeckt und am 17. Februar von einem deutschen U-Boot torpediert und versenkt. Nur ein einziges Mitglied der 85-köpfigen Crew überlebte.

Bergung im Frühjahr geplant
Das Wrack wurde nun 480 Kilometer von Irlands Küste entfernt in rund 4.700 Metern Tiefe gefunden. Man habe es mit Hilfe von Tauchrobotern erkundet, erklärte Odyssey Marine Exploration. Der Firma stehen über einen Vertrag mit dem britischen Verkehrsministerium rund 80 Prozent des Wertes des Fundes zu. Die Bergung soll im Frühjahr beginnen.

Fotos: Odyssey Marine Exploration

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