Sa, 18. November 2017

Maggies Kolumne

23.09.2011 14:58

Urteil erzürnt Tierfreunde!

Ihr Schicksal erschütterte Österreich – doch nun wurde ihr Peiniger frei gesprochen! Erinnern Sie sich noch an die 139 Welpen, die 2008 aus einem LKW befreit wurden? Die armen kleinen Hundebabys waren in Käfige gepfercht worden, um von der Slowakei nach Spanien gebracht zu werden.

Eine Strecke von 2600 Kilometern! Einem burgenländischen Polizisten haben sie ihr Leben zu verdanken! Ihm kam der Transporter verdächtig vor, stoppe ihn und entdeckte die winselnde Fracht. Der hinzugezogene Amtstierarzt ließ die Welpen umgehend in das Grazer Tierheim Arche Noah bringen. Für einige kam diese Rettung leider zu spät - sie starben. Ihr Leidgenossen wurden liebevoll aufgepäppelt und medizinisch versorgt. Tagelang bangte man um ihr Überleben.

Nun zum Skandal! Der Tierhändler musste sich nun im Landesgericht Oberwart der Justiz stellen - und wurde freigesprochen! Völlig unverständlich: im Gutachten (das von einer Güssinger Tierärztin erstellt wurde) soll festgehalten sein, „dass zum Zeitpunkt der Beschlagnahmung der Tatbestand der Tierquälerei noch nicht erfüllt gewesen sein!“. Wie bitte? Reicht es nicht aus, dass einige Welpen kurz darauf starben? Muss ein Tier blutüberströmt sein, um den Tatbestand der Tierquälerei zu beweisen? Ich bin fassungslos, zornig und tief traurig zugleich! Die Justiz unterstützt mit diesem Urteil diese Form der Tierquälerei! Und nun will der „unschuldige“ Tierhändler auch noch Geld von der Arche Noah - für seine zu „unrecht“ beschlagnahmten Vierbeiner...

Doch es gibt auch Gutes zu berichten! Justizministerin Karl hat ihr mir ihr Wohlwollen zugesagt, rechtliche Schritte zu unternehmen, um künftig solche Fehlurteile zu verhindern. Das Treffen findet am 7. 11. statt!

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