Mo, 21. Mai 2018

"Wir stehen an"

23.09.2011 10:55

Suche nach Neugeborenem eingestellt

Die verzweifelte Suche nach einem Neugeborenen im obersteirisch-kärntnerischen Grenzgebiet ist am Freitagvormittag eingestellt worden. "Wir stehen zurzeit an", erklärte Alois Eberhard vom Landeskriminalamt. Eine weitere Suche sei derzeit nicht sinnvoll, also werde es in nächster Zeit in erster Linie Erhebungen und Befragungen geben. Eine Frau, die offensichtlich vor Kurzem ein Kind bekommen hatte, hatte nach einer Untersuchung im Spital behauptet, keine Ahnung von einer Geburt zu haben.

Die 27-jährige Steirerin war laut Polizei am Mittwoch zu ihrer Hausärztin gegangen, nachdem sie an "starken Blutungen" gelitten hatte - die Ärztin wies ihre Patientin sofort ins Krankenhaus ein. Im LKH Klagenfurt stellte man dann fest, dass die Patientin ein Kind geboren haben muss. Der Fötus müsse im siebenten bis neunten Monat gewesen sein, also grundsätzlich lebensfähig.

Auch Bach abgesucht
Polizisten in den Bezirken Murau und St. Veit an der Glan wurden umgehend alarmiert und suchten nach dem Baby. Die Beamten stellten auch die Wohnung der Steirerin auf den Kopf - ohne Erfolg. Da es möglich schien, dass die Mutter ihr Neugeborenes in einen Bach geworfen hatte, wurde auch dieser abgesucht. "Wir haben mit Feuerwehr und Booten alles abgesucht", hieß es noch am Donnerstagabend. Auch Suchhunde seien eingesetzt worden.

"Totes Kind in Plastiksackerl getan"
Ob die Frau tatsächlich nichts von der Geburt weiß oder ob sie das Kind möglicherweise getötet hat, ist weiterhin völlig unklar. Erste Einvernahmen brachten wenig verwertbare Resultate. Die offenbar verwirrte 27-Jährige - es gehe ihr laut Polizei "den Umständen entsprechend" - äußerte allerdings gegenüber Beamten, im Badezimmer ein totes Baby zur Welt gebracht zu haben. Sie habe es in ein Plastiksackerl getan und in einem Zimmer abgestellt - mehr wisse sie nicht mehr.

Der Ehemann der bereits mehrfachen Mutter gab geschockt an, nichts von der Schwangerschaft gewusst zu haben.

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