Mo, 21. Mai 2018

Sexuelle Übergriffe?

22.09.2011 13:05

"DSK soll mir ins Gesicht sagen, dass es erfunden ist"

Die französische Schriftstellerin Tristane Banon, die dem zurückgetretenen IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn versuchte Vergewaltigung vorwirft, will ihrem mutmaßlichen Peiniger in die Augen sehen. Die Polizei habe gefragt, ob sie zu einer Gegenüberstellung mit "DSK" bereit sei und diese Gelegenheit werde sie sich nicht entgehen lassen, erklärte die junge Frau gegenüber dem französischen Radiosender RTL. "Ich möchte, dass er vor mir steht und mir ins Gesicht sagt, dass das erfundene Taten sind."

Die 32-Jährige wirft dem früheren Finanzminister und IWF-Chef vor, er habe sie bei einem Interview im Jahr 2003 zu vergewaltigen versucht. Er sei wie "ein brünftiger Schimpanse" über sie hergefallen, lautet ihre Anschuldigung.

Strauss-Kahn zeigte die Autorin daraufhin wegen Verleumdung an. Die Staatsanwaltschaft dürfte nun in den kommenden Wochen entscheiden, ob die mutmaßliche Tat verjährt ist und ob sie das Verfahren einstellt oder Ermittlungen gegen "DSK" einleitet.

"Er hat auch andere Frauen bedrängt"
Seit sie Strauss-Kahn im Juli angezeigt habe, hätten sich mehrere Frauen bei ihr gemeldet, die er ebenfalls bedrängt habe, erzählte die Französin in dem Interview weiter. "Sie haben mir gesagt, dass er ihnen Gewalt angetan hat." Aber die Frauen hätten Angst, Strauss-Kahn anzuzeigen und befürchteten, ähnlich wie sie selbst von den Medien "gehäutet" zu werden. "Ich verstehe, dass sie darauf keine Lust haben", so Banon.

Die Schriftstellerin hatte jüngst angekündigt, sie werde eine Zivilklage gegen Strauss-Kahn anstrengen, falls die Staatsanwaltschaft kein Strafverfahren gegen ihn einleite.

Ermittlungen in den USA wurden eingestellt
Dominique Strauss-Kahn stand im Sommer in den USA - nach einem kurzen Gefängnisaufenthalt - wochenlang unter Hausarrest, weil ein New Yorker Zimmermädchen ihn beschuldigt hatte, sie in seiner Suite vergewaltigt zu haben. Die New Yorker Staatsanwaltschaft ließ die Vorwürfe nach mehrwöchigen Ermittlungen jedoch fallen, weil sie die Aussagen des Zimmermädchens nicht für glaubwürdig hielt (siehe Infobox).

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