Fr, 25. Mai 2018

Luftdruck-Schütze

22.09.2011 14:31

"Sniper von Wien": 22.000 € Belohnung für Hinweise

Insgesamt 22.000 Euro Belohnung hat das Bundeskriminalamt gemeinsam mit dem Verein der "Freunde der Wiener Polizei" für Hinweise ausgesetzt, die zum "Sniper von Wien" führen. Der Unbekannte macht derzeit die Bundeshauptstadt mit einer Luftdruck-Waffe unsicher. Dabei scheint er umtriebiger zu sein und bereits länger wahllos auf Passanten zu schießen als bisher angenommen. Wie die Wiener Polizei am Mittwoch bekannt gab, sind nun sieben weitere Schussattacken des Irren gemeldet worden.

Ihren Anfang nahm die Serie demnach bereits am 25. August. An diesem Tag wurde gegen 13.30 Uhr in der Wolkersbergenstraße in Hietzing ein durch ein Projektil beschädigter Seitenspiegel gemeldet. Das erste Opfer war dann am 6. September ein 61-jähriger Mann am Siebenbrunnenplatz in Margareten. Alles in allem dürfte der "Sniper von Wien" bereits 15 Personen verletzt sowie zwei Sachbeschädigungen begangen haben (Chronologie in der Infobox).

Noch keine schweren Verletzungen
Bisher war man davon ausgegangen, dass die erste Attacke des Snipers am 10. September stattgefunden hatte und fünf Tage später eine Amok-Tour mit neun weiteren Angriffen binnen weniger Stunden gefolgt war. Offenbar gibt es kein Muster, nach dem der Heckenschütze seine Ziele auswählt. In allen bisher bekannt gewordenen Fällen erlitten die Opfer Hämatome bzw. offene Wunden - sie wurden allerdings nicht schwer verletzt. Bei den verwendeten Projektilen handelt es sich um sogenannte Diabolos vom Kaliber 4,5 Millimeter.

Bei der Polizei sind zahlreiche Hinweise eingelangt, die von den Ermittlern jetzt geprüft werden. Die Informationen stehen nicht unbedingt in Zusammenhang mit den Taten, man gehe aber jedem Hinweis nach, sagte Polizeisprecher Mario Hejl.

22.000 Euro Belohnung für Hinweise auf "Sniper"
Aufgrund mehrerer Zeugenaussagen geht die Polizei von der Möglichkeit aus, dass ein "kleiner, heller Pkw" mit den Taten in Zusammenhang stehen könnte. Für Angaben, die zur Ergreifung des Täters führen, wurden nun vom Bundeskriminalamt weitere 20.000 Euro ausgesetzt, nachdem der Verein der "Freunde der Wiener Polizei" bereits am Mittwoch 2.000 Euro für Informationen ausgelobt hatte.

Zweckdienliche Hinweise - auch vertraulich - werden unter der Telefonnummer 01/31310-33800 an das Landeskriminalamt Wien (Gruppe Schneider) erbeten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Für den Newsletter anmelden