Sa, 26. Mai 2018

Illegaler Abschuss

19.09.2011 20:04

NÖ: Jungadler von Wilderer eiskalt abgeknallt

Erst im Mai war er aus dem Ei geschlüpft, aus dem flauschigen Federball wurde rasch ein stolzer junger Kaiseradler. Doch jetzt ist von dem seltenen Vogel nichts geblieben außer einem Kadaver. Denn der Herrscher der Lüfte - Teil eines internationalen Öko-Forschungsprojekts - wurde von einem Wilderer eiskalt vom Himmel geholt.

Gemeinsam unternehmen die Vogelschutzorganisation Birdlife, der NÖ-Landesjagdverband und der WWF alles, um den ebenso seltenen wie stolzen heimischen Wappenvogel vor dem Aussterben zu bewahren. Dazu wurde jüngst auch ein flauschiges Federbündel - frisch geschlüpft - mit einem Sender versehen.

Von Bleikugeln durchsiebt gefunden
Doch das Artenschutzprojekt endete in einer Tierkatastrophe. Die Funksignale führten zu einer Uferböschung an der Thaya im nördlichen Niederösterreich. "Dort haben wir unseren Schützling mit Bleikugeln durchsiebt gefunden. Er war bereits verendet", meldeten die Aktivisten Gabor Wichmann (Birdlife) und Christian Pichler (WWF) betrübt.

Durch den Wilderer hat auch das grenzüberschreitende EU-Projekt einen Rückschlag erlitten. Jetzt leben nämlich nur noch drei Brutpaare in der Grenzregion.

Verstärkte Kontrollen versprochen
Peter Lebersorger von der Zentralstelle der Landesjagdverbände: "Das seltene Tier ist als ganzjährig geschont ausgewiesen. Die Verfolgung von Greifvögeln ist kein Bagatelldelikt." Er verspricht "verstärkte Kontrollen der Jagdschutzorgane, um dieses Vogelmorden zu stoppen".

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