So, 27. Mai 2018

"Zielnetz 2025+"

19.09.2011 15:38

ÖBB verlängern ihr Streckennetz bis 2025 um 400 km

Verkehrsministerin Doris Bures und die ÖBB haben am Montag das Aussehen ihres "Zielnetz 2025+" präzisiert – rund 400 Kilometer neue Strecken bzw. verbesserte Abschnitte sollen das Bahnfahren angenehmer machen, gleichzeitig werden 700 Kilometer an die Länder abgegeben. 2025 sollen dann täglich rund 9.000 statt wie derzeit 7.000 Züge fahren. Damit erhöhe sich die Zahl der Bahnkunden jährlich von 240 auf 300 Millionen.

In der ersten Phase werde das Hauptaugenmerk auf den wesentlichen Teilen des bestehenden Eisenbahnnetzes liegen - etwa der Inbetriebnahme der viergleisigen Westbahn zwischen Wien und Wels, dem Hauptbahnhof Wien sowie der Schaffung einer "Neuen Südbahn". "All diese Projekte sind im aktuellen Rahmenplan 2011 bis 2016 enthalten und sind Teil des europäischen Netzes", so ÖBB-Chef Christian Kern. Die ÖBB würden jedenfalls nur dort fahren, wo es gegenüber dem Steuerzahler vertretbar sei.

"Eisenbahn ist das größte Umweltprojekt des Landes"
Jährlich investiert der Bund rund zwei Milliarden Euro in den Ausbau und die Modernisierung von Streckennetz und Bahnhöfen, "so viel wie nie zuvor", rechnete Bures vor. Es werde mit Hochdruck an der Beseitigung aller fahrplanrelevanten Langsamfahrstellen bis 2014 gearbeitet und 100 Bahnhöfe würden modernisiert. "Die Eisenbahn ist das größte Umweltprojekt des Landes", gab Bures zu bedenken.

Kern über ÖVP-Kritik verärgert
Sichtlich verärgert reagierte Kern auf die neuerlichen Angriffe der ÖVP auf die Staatsbahn: Es sei zwar richtig, dass jeder Österreicher wegen der Bahn Schulden von 2.350 Euro habe – dem stehe aber ein Wert der ÖBB von 2.450 Euro je Bürger entgegen. Vom Bund gebe es heuer 2,097 Milliarden Euro, davon würden alleine 660 Millionen Euro auf gesamtwirtschaftliche Leistungen entfallen. Kritik am Pensionssystem der Bahn relativierte er zudem, seit 1995 sei kein einziger ÖBBler nach dem Bahn-Pensionsrecht angestellt worden.

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