Fr, 25. Mai 2018

Wunschkandidat

19.09.2011 10:12

Ernst Wolner will Ronnie Leitgeb als ÖTV-Präsident

Nach dem Davis-Cup-Triumph gegen Belgien, der Österreich den Verbleib in der Weltgruppe sicherte, stehen beim ÖTV gleich zwei gravierende Personalentscheidungen an: Neben einem Nachfolger für Davis-Cup-Kapitän Gilbert Schaller muss auch ein neuer Präsident gefunden werden. Ernst Wolner tritt nach 15 Jahren nämlich zurück. Der 71-Jährige wünscht sich Ronnie Leitgeb (Bild), Ex-Coach von Thomas Muster, als seinen Nachfolger.

"Leitgeb ist mein Wahlvorschlag und ich nehme an, dass man dem folgen wird", bestätigte Wolner. Natürlich könne es auch noch andere Vorschläge geben und alles ganz anders kommen. "Das glaube ich aber nicht", so Wolner.

Leitgeb: "Stehe prinzipiell zur Verfügung"
Leitgeb selbst hält sich noch bedeckt. "Ich bitte um Verständnis, dass ich vor der Wahl im März dazu keine Stellungnahme abgeben möchte", sagte er am Sonntagabend mitten in der Siegesfeier der österreichischen Mannschaft. "Ich bin gefragt worden und habe gesagt, dass ich prinzipiell zur Verfügung stehen würde, aber ich kann vor der Wahl im März keinen weiteren Kommentar zu dem Thema abgeben."

Trimmel neuer Davis-Cup-Kapitän?
Hinsichtlich des neuen Davis-Cup-Kapitäns wies der Präsident den Namen Clemens Trimmel zumindest nicht zurück. Es gebe aber noch technische Details zu klären. Man werde beim Stadthallen-Turnier im Oktober den neuen Kapitän präsentieren, sagte Wolner.

Schaller: "Kräfte müssen gebündelt werden"
Für den scheidenden Schaller war es hingegen Zeit, Bilanz zu ziehen und auch in die Zukunft zu blicken. "Natürlich ist auch ein bisschen Wehmut dabei. Aber ich habe andere Aufgaben und das Team bekommt eine neue Führung und ich hoffe, dass man die eine oder andere Überraschung schaffen kann." Schallers Vermächtnis ist nicht nur die Weltgruppen-Zugehörigkeit, sondern auch eine Empfehlung in Richtung Strukturänderungen im ÖTV.

"Es wird definitiv Zeit, in Österreich die Kräfte zu bündeln. Das fängt im Kleinen an über die Landesverbände bis zum ÖTV. Da gehört ein gewisser autoritärer Stil her, das schadet nicht. Aber natürlich haben die Landespräsidenten eine gewisse Autonomie erreicht und die ist es jetzt schwer abzubröckeln", spricht Schaller die bekannte Problematik der Interessen der Bundesländer an. "Wenn man etwas erreichen will, dann muss ein klares Ziel vorgegeben sein und jeder muss mitarbeiten, auch wenn es manchmal gegen eigene Interessen geht."

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