Di, 17. Oktober 2017

Emmy-Verleihung

19.09.2011 10:08

Preise für Winslet und McCarthy ++ Sheen einmal nett

Zwei großartige Schauspielerinnen, ein beleidigter Alec Baldwin und ein eingeschmuggelter Charlie Sheen, der mit seinem Auftritt allen anderen ein wenig die Show stahl - von der Verleihung des wichtigsten Fernsehpreises der USA, der Emmys 2011, wird man noch lange sprechen.

Die britische Schauspielerin Kate Winslet nahm in der Nacht auf Montag in einer wunderschönen roten Robe von Elie Saab, in der sie alle anderen in Sachen Style locker ausstach, in Los Angeles für ihre Rolle in "Mildred Pierce" den Fernsehpreis Emmy als beste Hauptdarstellerin in einer Mini-Serie entgegen. Doch es war besonders auch die Nacht der als Sookie aus "Gilmore Girls" bekannt gewordenen US-Schauspielerin Melissa McCarthy. Die 41-Jährige triumphierte als beste Comedydarstellerin in der Serie "Mike & Molly".

Als Gag wurde die im Sommer mit der Kinokomödie "Bridesmaids" zum absoluten Comedyliebling avancierte Schauspielerin von Rob Lowe und Sofia Vergara zudem mit einer Diamanten-Tiara zur ersten Schönheitskönigin der Emmy-Verleihung gekrönt.

Für Winslet, die bereits einen Oscar hat, ist es der erste Emmy. Sie spielt in "Mildred Pierce" eine geschiedene Mutter, die in der Weltwirtschaftskrise vor dem Zweiten Weltkrieg ein Restaurant eröffnet. Ihr Serien-Kollege Guy Pierce wurde zum besten Darsteller gekürt. Der Australier soll mit der Statue in der Hand verwundert gemeint haben: "Wer hätte gedacht, dass man eine Menge Sex mit Kate Winslet haben kann und dafür einen Preis bekommt."

Eklat um Alec Baldwin
Einen kleinen Eklat löste Alec Baldwin aus. Zwischen dem "30 Rock"-Star und der US-Sender Fox war es noch vor der Preisverleihung zu einem Streit gekommen, was dazu führte, dass der Schauspieler total beleidigt von dannen zog. Fox hatte einen Witz über den Abhörskandal um Medienmogul Rupert Murdoch aus der Aufzeichnung genommen, den Baldwin zur Eröffnung der Gala bringen wollte. Empört sagte der Schauspieler daraufhin die Teilnahme an der dreistündigen Livesendung im Nokia Theater ab und informierte seine Fans über den Kurznachrichtendienst Twitter.

Im Kopf-an-Kopf-Rennen um die beste Dramaserie von 2011 errang "Mad Men" bereits im vierten Jahr den Sieg. Die Serie um eine New Yorker Werbeagentur in den 1960er Jahren läuft seit 2007 in den USA. Bei uns wird die Serie mit Jon Hamm in der Hauptrolle auf Fox und ZDFneo gezeigt. Das Nachsehen hatte "Boardwalk Empire", das "nur" mit 18 Nominierungen statt der 19 von "Mad Men" in die Ausscheidung gegangen war. Meisterregisseur Martin Scorsese wurde für die erste Staffel des Gangsterdramas ausgezeichnet. Stolz ließ der Oscargewinner seine Emmy-Trophäe den ganzen Abend nicht mehr los und schwärmte jedem vor: "Das hätte ich mir nie träumen lassen."

Bei den Fernsehkomödien wiederholte die im deutschen Sprachraum unbekannte Satire "Modern Family" ihren Erfolg von 2010. Außer dem Emmy für die beste TV-Komödie heimste die Geschichte vom bunten Alltag dreier Familien die beiden Nebendarstellerpreise ein. Sie gingen an Ty Burrell und Julie Bowen, die in "Modern Family" ein Ehepaar spielen. Weitere Preise wurden Regisseur Michael Alan Spieler und den beiden Drehbuchautoren Steve Levitan und Jeffrey Richman überreicht.

Charlie Sheen eingeschmuggelt
Charlie Sheen war der heimliche Höhepunkt der Emmy-Gala. Der Skandal-Star war von den Produzenten über die Hintertür eingeschmuggelt worden und sorgte im Publikum bis zu seinem Auftritt für Munkeln, er könnte wieder Tiraden loslassen. Doch er nutzte seinen Auftritt, um einmal nett zu sein, und wünschte seiner Ex-Serie "Two and a Half Men" von Herzen das Beste für die nächste Staffel, bevor er den Preis in der Kategorie "Komödie" an "The Big Bang Theory"-Star Jim Parsons überreichte. Sheen sagte: "Wir haben acht wunderbare Jahre zusammen verbracht, und ich weiß, dass ihr weiter ausgezeichnetes Fernsehen machen werdet." Sheen erntete dafür im Saal anhaltenden Applaus.

Später hätte der Schauspieler beim Governors Ball, der After-Party der Emmys, vorbeischauen sollen, was er nicht tat. Dabei hatten die Organisatoren extra jenen Tisch für ihn reserviert, der am nächsten an der Cocktail-Bar war.

Das deutsche Supermodel Heidi Klum war wieder einmal für ihre Castingshow "Project Runway" nominiert gewesen und ist, wie all die Jahre zuvor, leer ausgegangen.

Die Emmys wurden in einer schmissigen Show zum 63. Mal von der Amerikanischen Fernsehakademie verliehen. Durch das Programm führte die Schauspielerin Jane Lynch, die vor einem Jahr einen Emmy für ihre Rolle in der Musicalserie "Glee" entgegengenommen hatte.

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