Fr, 25. Mai 2018

Wenig Vertrauen

17.09.2011 11:05

Deutsche Post setzt Mitarbeiter an den Lügendetektor

Wenig Vertrauen in ihr Personal hat offenbar die Deutsche Post DHL: Das Logistikunternehmen des Bonner Konzerns setzt Lügendetektoren gegen Mitarbeiter im Ausland ein. Der internationalen Gewerkschafts-Dachorganisation UNI Global Union zufolge, werde Personal in Panama, Costa Rica, Kolumbien und Südafrika dazu gezwungen, sich Lügendetektoren-Tests zu unterziehen.

Konkret soll es um den Fall eines Mitarbeiters des zur Post gehörenden Logistikunternehmens DHL in Kolumbien gegangen sein. Dieser habe sich wegen 22 fehlender USB-Sticks einem Lügendetektor-Test unterziehen müssen.

Der Personalvorstand des Konzerns, Walter Scheurle, räumte den Einsatz dann in einem Brief an UNI Global Union auch ein. "Lügendetektoren werden in Ländern verwendet, in denen der Einsatz legal ist, und nur bei außergewöhnlichen Umständen", zitiert die "Wirtschaftswoche" den Manager.

Schon früher Kritik an Arbeitsbedingungen
Als Beispiel nannte Scheurle Kolumbien, wo es Konflikte mit Milizen und Drogenkartellen gibt. Der Einsatz von Lügendetektoren sei in einer internen Richtlinie geregelt und begrenzt.

Kritik an den Arbeitsbedingungen bei DHL im Ausland hatte es von Gewerkschaftsseite schon früher gegeben. Dabei ging es u.a. auch um die Lügendetektoren. DHL beschäftigt nach Unternehmensangaben 275.000 Mitarbeiter in mehr als 220 Ländern.

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