Sa, 26. Mai 2018

Erste Liga

16.09.2011 23:10

Altach deklassiert Austria Lustenau 5:0 - WAC vorne

WAC/St. Andrä (Bild) steht auch nach der zwölften Runde der Ersten Liga zwei Punkte vor Altach an der Tabellenspitze. Die Kärntner feierten am Freitag einen 2:0-Heimsieg über Nachzügler FC Lustenau. Altach deklassierte den viertplatzierten Ländle-Rivalen Austria Lustenau mit 5:0, das Linzer Derby brachte dagegen vor 10.700 Zuschauern erneut keinen Sieger: LASK und Aufsteiger Blau-Weiß trennten sich mit einem 1:1 und blieben damit Dritter bzw. Fünfter. St. Pölten überholte mit einem 2:0-Heimerfolg den SV Grödig und ist punktegleich mit BW Linz Tabellensechster. Hartberg verließ mit einem 2:0-Heimsieg über die Vienna den Abstiegsrang und liegt punktegleich, aber mit besserer Tordifferenz vor Schlusslicht FC Lustenau.

Austria Lustenau - SCR Altach 0:5 (0:2)
Die Lustenauer, die am 19. Juli im ersten Saisonduell in Altach ein 1:1 erreicht hatten, waren vor 7.500 Zuschauern zunächst die bessere Mannschaft und hatten die große Chance auf die Führung, doch Honeck und Soares scheiterten an Schlussmann Kobras bzw. am vor der Linie rettenden Guem (beide 22.). Eine zu ungestüme Strafraum-Attacke von Innenverteidiger Kampel an Schick leitete die Niederlage der "Ländle"-Austria ein (31.). Den fälligen Elfer verwertete Tomi.

Nur zwei Minuten später entschied Schiedsrichter Michael Schmid erneut auf Penalty. Nach einem Zweikampf von Dürr gegen Seeger waren dem Lustenau-Kapitän wegen einer angeblichen "Schwalbe" seines Gegenspielers, der sich im Strafraum hatte fallen lassen, die Sicherungen durchgebrannt, da er den Altach-Stürmer kurz an die Gurgel ging. Der Referee wertete dies als Tätlichkeit im Sechzehner, schloss Dürr sofort mit Rot aus und zeigte auf den Punkt. Tomi verwandelte auch diesen Elfer, womit das Match entschieden war. Der 22-jährige Torjäger hält damit schon bei neun Liga-Treffern gegen Austria Lustenau.

Nach der Pause drängte der Tabellenvierte trotz Unterzahl aufs Anschlusstor, wurde dafür aber bestraft, denn nach einem blitzschnellen Konter, der von einem Sereinig-Pass auf Schöpf eingeleitet wurde, erhöhte Seeger auf 3:0. Nach einem Tomi-Stanglpass sorgte der eben erst eingewechselte Hörmann für das 4:0, den Endstand fixierte Neuzugang Sadovic aus einem Gestocher.

WAC/St. Andrä - FC Lustenau 2:0 (2:0)
Torjäger Falk traf vor 2.300 Zuschauern bereits in der dritten Minute zur Führung, er erzielte nach Vorlage von Sturmpartner Topcagic aus kurzer Distanz seinen bereits elften Saisontreffer. Die Lustenauer Hintermannschaft agierte dabei viel zu zaghaft. Knappe zwanzig Minuten später ließ sie Falk neuerlich in den Strafraum ziehen und flanken, seine Hereingabe musste Topcagic nur mehr zum 2:0 über die Linie drücken. Zwei Paraden von Durakovic (33., 45.) und die Latte bei einem Jacobo-Kopfball (39.) bewahrten die schwachen Lustenauer vor noch Schlimmerem.

Nach der Pause nahmen die Wolfsberger den Fuß aber ein wenig vom Gas. Ausgerechnet in ihrer besten Phase schwächten sich die Gäste aber mit einer Roten Karte selbst. Mimm musste nach Foul am durchbrechenden Kerhe (67.) vorzeitig vom Platz. Damit war der Widerstand der seit 26. April in der Fremde sieglosen Vorarlberger endgültig gebrochen. Die Bjelica-Truppe hingegen ist vor Heimkulisse seit bereits zwölf Matches unbesiegt, in den jüngsten drei Spielen hatte man allerdings nur Unentschieden zustande gebracht.

TSV Hartberg - Vienna 2:0 (0:0)
Nachdem die Gastgeber bereits in der ersten Hälfte die besseren Chancen hatten, gingen sie nach der Pause nach einem Konter verdient in Führung: Mössner spielte ideal auf seinen Sturmkollegen Bytyci, der mit einem Schuss ins lange Eck das 1:0 besorgte. Zwölf Minuten später sorgte Harrer nach Vorarbeit von Atan für die Vorentscheidung zugunsten der Hartberger, die zehn Zähler aus den jüngsten vier Spielen geholt haben.

Damit endete auch das neunte Liga-Duell dieser beiden Teams mit einem Sieger, wobei die Steirer nun mit 6:3 Siegen wieder klar die Nase vorne haben, nachdem sie zuletzt am 19. Juli nach zuvor fünf Erfolgen mit dem 0:1 auf der Hohen Warte eine Niederlage gegen die Vienna kassiert hatten. Die Döblinger sind nun schon seit fünf Runden (2 Remis, drei Niederlagen) sieglos.

LASK Linz - Blau-Weiß Linz 1:1 (1:1)
Der LASK erwischte einen Traumstart und jubelte bereits nach 40 Sekunden über die Führung: Eine Freistoß-Flanke von Luiz Enrique versenkte Unverdorben mit der Sohle im Tor. Danach blieb die Schachner-Elf weiter am Drücker, verabsäumte es aber, den Vorsprung auszubauen. Erst nach 20 Minuten fand Blau-Weiß besser ins Spiel und hätte in der 29. Minute nach Strafraum-Foul von Schellander an Hartl einen Elfer zugesprochen bekommen müssen.

Es roch deshalb ein wenig nach Kompensation, als Schiedsrichter Dominik Ouschan in der 36. Minute LASK-Mittelfeldspieler Luiz Henrique wegen einer angeblichen Schwalbe mit Gelb-Rot vorzeitig unter die Dusche schickte. Diese numerische Unterlegenheit nützte die Weissenböck-Elf noch vor dem Wechsel, als Hassler einen Schnitzer der LASK-Abwehr nützte und zum Ausgleich einspitzelte (45.). Nach dem Gelb-Rot-Ausschluss von Swetosar Nikolow in der 51. Minute musste auch Blau-Weiß mit nur zehn Mann auskommen.

SKN St. Pölten - SV Scholz Grödig 2:0 (1:0)
Es war ein verdienter Erfolg der Gastgeber, von Anfang an bestimmten sie das Geschehen. Segovia traf nach Hofbauer-Flanke und Zwierschitz-Verlängerung per Kopf zur frühen Führung. Der zweite Treffer fiel nach einer schönen Flanke von Ambichl über rechts, Hofbauer traf volley. Grödig-Trainer Heimo Pfeifenberger hatte schon in der 30. Minute auf die Leistung seiner Truppe reagiert und mit Jukic einen weiteren Stürmer gebracht, doch trotz einiger Chancen hatte das nicht viel Effekt.

Rund eine Viertelstunde vor Ende brachte Schiedsrichter Harkam noch etwas Farbe ins Spiel, indem er Popp (74.) bzw.Schubert (77.) jeweils mit gelb-rot vorzeitig unter die Dusche schickte. Popp hatte Grödig-Goalie Schranz unterlaufen, beim darauffolgenden Tumult erhielt auch Segovia die gelbe Karte gezeigt. Schubert wurde nach einem Foul an Ambichl des Feldes verwiesen, eine eher harte Entscheidung. Für die Grödiger war es die erste Auswärtsniederlage nach einem Sieg und zwei Remis.

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