Di, 22. Mai 2018

Umstellung läuft

16.09.2011 11:31

Heer spart in neuen Großküchen 2/3 des Personals ein

Ein "Verwaltungsreformprojekt" sieht das Bundesheer in der Umstellung der Truppenversorgung. Durch fünf Zentralküchen, die zum Teil bereits in Betrieb sind, will das Heer deutlich an Personal sparen. Im alten System waren bundesweit knapp 1.500 Personen in der Verpflegung beschäftigt. Künftig sollen es nur noch 500 sein. Das erklärte der Projektverantwortliche Arnolf Verhovnig am Freitag bei einer Pressekonferenz in St. Pölten.

Zu Jahresbeginn 2012 soll in Wiener Neustadt die mittlerweile vierte Zentralküche in Österreich eröffnet werden. Ob und wann der geplante fünfte Standort in Salzburg gebaut wird, sei noch offen. Man überlege, ob es im Westen Österreichs nicht noch bessere Alternativen gebe.

Die Umbauarbeiten in der Wiener Neustädter Maximiliankaserne laufen seit dem Frühjahr 2010 und kosten rund neun Millionen Euro, so Streitkräftekommandant Günter Höfler. Schlussendlich sollen sämtliche 23 Kasernen in Niederösterreich und zwei im nördlichen Burgenland - insgesamt rund 6.800 Personen - von dort aus beliefert werden. Die bisherigen Küchen in den Kasernen werden in Finalisierungsküchen umgewandelt, was einen "effizienteren Einsatz" von Personal und Geräten zur Folge habe. 25 Prozent der Verpflegungskosten will man dadurch einsparen.

Soldaten können sich Menüs jetzt selber zusammenstellen
Die Erfahrungen in den schon laufenden Zentralküchen in Wien, Graz und Klagenfurt seien überaus positiv, betonte Höfler. In Wien etwa hätten sich die Verpflegungsanmeldungen seit der Einführung um 100 Prozent erhöht. Die Vorteile des "Cook & Chill"-Systems (Kochen und Kühlen, Anm.) seien neben der schonenden Zubereitung der Gerichte auch deren Vielfalt. Künftig werde jeder Soldat sich sein Menü aus einem Buffet selbst nach seinen Wünschen zusammenstellen können.

Nach harscher Kritik in den vergangenen Wochen - vor allem seitens der niederösterreichischen FPÖ - war man bemüht, die Vorteile des Systems hervorzuheben. Die Logistikkosten würden natürlich steigen, kolportiert wird etwa eine Million Euro - sie machen aber nur 1,5 Prozent der Gesamtkosten der Verpflegung aus. Sämtliche nicht weiterzuverarbeitende Produkte wie Obst, Brot und teilweise Gemüse würden auch künftig regional angeliefert. Für die übrigen Lieferanten, von denen auch jetzt "keiner unmittelbar an der Kaserne sitzt", so Verhovnig, ändere sich lediglich der Lieferweg. Zu Kündigungen werde es ebenfalls nicht kommen. Das betroffene Personal werde künftig eben anders eingesetzt, bzw. Stellen nicht mehr nachbesetzt.

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