So, 20. Mai 2018

Sanitär-Zukunft

15.09.2011 13:41

So sieht das Badezimmer 2020 aus

Bei kaum einem anderen Wohnbereich klaffen Traum und Wirklichkeit so häufig auseinander wie beim Sanitärbereich. Weit weg von den eleganten Design-Wellness-Tempeln aus Hochglanz-Magazinen fristen die meisten Badezimmer in Häusern und Wohnungen oft ein unscheinbares Dasein. Doch die aktuellen Trends weisen für die Zukunft ganz eindeutig in eine andere Richtung.

Man braucht nicht darüber zu diskutieren: Kaum jemand, der sich nicht gerne in einem weitläufigen privaten Wellness-Bereich so richtig entspannen möchte. Die größten Hindernisse auf dem Weg zum Traumbad liegen – wen wundert es – im Platzmangel und natürlich im Fehlen des nötigen Kleingelds. Wann immer es also um die Proklamation neuer Badezimmer-Trends geht, ist einmal im ersten Schritt Vorsicht geboten. Denn was nützen die besten Ideen, wenn sie einfach nicht umsetzbar sind.

Die gute Nachricht: Die aktuellen Trend-Vorschauen, die sich mit der Zukunft des Bades befassen, beziehen stark tatsächliche Raumverhältnisse und auch finanzielle Überschaubarkeit mit ein.

So sieht das Bad der Zukunft aus
„Bis zum Jahr 2020 könnte das Bad zum intelligenten Wellness- und Fitness-Raum werden, der kostengünstig modulier- und auch individualisierbar ist.“ So lautet die wichtigste Zukunftsprognose einer Expertise, die der Sanitär-Profi Geberit und das Wiener Architektur- und Design-Atelier Zoubek erstellt haben.

Und: „Bis zum Jahr 2020 wird das Badezimmer vom Waschraum zum topmodernen Entspannungs- und Rekreationsbereich werden, der mit ungeahnten Zusatzfunktionen aufwartet“, ist Bad-Design-Experte Alfred Zoubek überzeugt.

Ein „Herzstück“ und gleichzeitig Voraussetzung jeglichen modernen Badezimmer-Denkens ist eine innovative Haustechnik. So werden zum Beispiel die Ablaufinstallationen von Duschen zukünftig ganz in der Wand verschwinden. Derart wird nicht nur zusätzliche Raumhöhe gewonnen, auch Fremdkörper, die das optische Gesamtbild bislang empfindlich störten, verschwinden.

Duschelemente, die den Ablauf bodenebener Duschen erstmals in die Wand integrieren, hat Geberit zwar bereits jetzt im Programm, zukünftig sollen sie jedoch noch wesentlich mehr in die Gesamtplanung einbezogen werden.

Modulierbarkeit wird zum Muss
Aus verschiedenen Kundenumfragen geht eindeutig hervor, dass viele Verbraucher aufgrund unverhältnismäßig hoher Kosten lieber die Finger vom Umbau des Bades lassen.

Laut Zoubek soll sich auch das in Zukunft deutlich ändern. Seiner Prognose nach wird sich das Bad 2020 dank größtmöglicher Modulierbarkeit auch kostengünstig verändern lassen. Der „Trick“ dabei: Mögliche spätere Erweiterungen werden dann – so die Trendvorschau des Wiener Designers – bereits zu Beginn der Planung ganz selbstverständlich mitberücksichtigt.

So könnte etwa die Dusche durch intelligente, modular aufgebaute Ergänzungen – z.B. Dampfbad, Infrarot- bzw. UV-Bestrahlungen oder Einrichtungen zur Lichttherapie – ohne großen zusätzlichen Umbau- und Platzaufwand zur multifunktionalen Entspannungsoase werden.

Ähnliches gilt für die Badewanne, die in Zukunft auf Wunsch auch zur Sonnenbank werden kann.

Fitness für Körper und Geist
„Das Bad 2020 wird auch enorme Möglichkeiten in punkto individueller Ausstattung und Design bieten“, ist Zoubek überzeugt. „Sogar die Luft im Bad kann dann ganz nach persönlichen Wünschen und Vorlieben gestaltet werden“, so Zoubek. Für das individuelle Duft-Erlebnis soll ein Luftumwälzungsreiniger, der mit einem Duftstoff-Dosierungssystem gekoppelt ist, sorgen. Vom Apfel- bis hin zum frischen Zitrus-Duft sind viele Geruchsnoten, die auch zur seelischen Entspannung beim Bade-Genuss beitragen, vorstellbar.

Neben Reinigung, Entspannung und Pflege kann man aber im Bad der Zukunft auch gleich kräftig schwitzen. Denn die bisherigen Bad-Funktionen sollen um einen gesunden Fitness-Aspekt erweitert werden. Das macht Sinn, denn so hat man es auch nach einem intensiven Work-out nicht wirklich weit zur erfrischenden Dusche.

Und auch darüber, wie dieser Fitness-Raum 2020 aussehen könnte, gibt die Expertise zum Bad 2020 Auskunft: Durch den konsequenten Einsatz von sanitären Funktionsobjekten entlang der Wände wird im zukünftigen Bad ein großzügiger Bewegungsraum geschaffen, der für gymnastische Übungen bestens geeignet ist. Eine Sprossenwand mit einklappbaren Situp-Borden, ein zerlegbarer Hometrainer und ein Flatscreen-Monitor mit gespeicherten Trainingsprogrammen bzw. -kennzahlen sorgen dann dafür, dass man sich im Badezimmer-Spiegel auch gerne und ohne schlechtes Gewissen ansehen kann.

Weitere wichtige Punkte laut der Zukunftsprognose: Hell, größtmögliche Sicherheit im Bad und eine barrierefreie Gestaltung sind im Bad der Zukunft selbstverständlich.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden