Mo, 21. Mai 2018

Gegen Google+

14.09.2011 09:16

Facebook führt automatische Freundeslisten ein

Facebook versucht mit einem neuen Vorstoß, den neuen Konkurrenten Google+ abzuhängen. Das soziale Netzwerk gibt seinen Nutzern mehr Möglichkeiten, ihre Informationen nur mit bestimmten Freunden zu teilen. Der Clou dabei: Listen mit Namen von Arbeitskollegen, Familienmitgliedern oder Mitschülern können automatisch erstellt werden, ausgehend aus den Angaben, die sie bei Facebook gemacht haben.

Damit kontert Facebook den Vorstoß des neuen Rivalen Google+, der sich von Facebook damit abheben wollte, den Nutzern mehr Kontrolle darüber zu geben, wer ihre Einträge sehen kann. Beim Google-Netzwerk sortiert man seine Bekannten von Anfang an in Gruppen ("Kreise") ein.

Facebooks Software-Chef Mike Schroepfer wollte aber ausdrücklich keine Verbindung zu dem im Sommer gestarteten Google-Angebot herstellen. "Wir entwickeln das Angebot kontinuierlich weiter und haben uns schon lange darüber Gedanken gemacht", sagte Schroepfer.

"Smart-Listen" ordnen automatisch
Außerdem führt Facebook eine neue Unterteilung in "Enge Freunde" und "Bekannte" ein. Der Hintergrund sei, dass die Nutzer inzwischen viele Facebook-Freunde hätten - und viele Informationen nur mit ihrem engsten Kreis teilen wollten, erklärte Schroepfer. Die Liste der engen Freunde muss allerdings wie gewohnt per Hand erstellt werden.

Dagegen greifen die vier neuen sogenannten "Smart-Listen" auf die Angaben der Facebook-Freunde über ihren Arbeitgeber, Familienstatus oder Schule zurück. In eine weiteren automatische Liste kommen nur die Freunde, die in einem bestimmten Umkreis wohnen. "Das ist praktisch, wenn man sich zum Beispiel zu einem Kino-Besuch verabreden will", erläuterte Schroepfer.

Facebook ernennt eigene Datenschutzbeauftragte
Auch hinsichtlich Datenschutz hat sich bei Facebook etwas getan. Wie das soziale Netzwerk am Dienstag mitteilte, soll künftig eine eigene Datenschutzbeauftragte über die Privatsphäre der Nutzer wachen.  Die auf Fragen des Daten- und Verbraucherschutzes im Internet spezialisierten Anwältin Erin Egan nimmt demnach ab Mitte Oktober ihre neue Arbeit in Washington auf. Zur Chefin einer neuen Vertretung in Brüssel ernannte Facebook die frühere deutsche Europa-Abgeordnete Erika Mann. Sie werde künftig für den Kontakt mit den EU-Institutionen zuständig sein.

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