Di, 22. Mai 2018

Fisch mit Beinen

13.09.2011 16:15

US-Forscher finden in Arktis Fossil von Dinosaurier-Urahn

Einen spektakulären Fund haben US-Wissenschaftler im Zuge einer Expedition nördlich des arktischen Polarkreises in Kanada gemacht. Sie fanden versteinerte Köpfe und andere Knochenteile einer 375 Millionen alten Fischart, die den Übergang zwischen im Wasser schwimmenden und an Land laufenden Lebewesen markiert und möglicherweise ein Vorfahre der Dinosaurier war.

Aufgrund der fossilen Knochenfunde (Bild 1 und 2) fanden die Forscher heraus, zu welcher Zeit das Lebewesen, das sie der Gattung Laccognathus zuordnen konnten, lebte und wie es aussah. Zu Ehren des kanadischen Geologen Dr. Ashton Embry tauften die Wissenschaftler die neu entdeckte Spezies auf den Namen Laccognathus Embryi.

Der Laccognathus ist ein zwischen 150 und 180 Zentimeter langer Fisch, der mit seinem flachen Kopf, winzigen Augen, einem großen Maul und riesigen Zähnen (Bild 3 zeigt eine Illustration) eine geradezu erschreckende Erscheinung gewesen sein muss. "Ich würde nicht durch Gewässer waten oder schwimmen wollen, in denen dieses Tier lauert", schreibt Ted Daeschler, Paläontologe an der Academy of Natural Science in Philadelphia.

Möglicherweise Vorfahre der Dinosaurier
Die Experten gehen davon aus, dass der Laccognathus Embryi vor etwa 375 Millionen Jahren während der sogenannten Devon-Periode lebte – bevor an Land Wirbeltiere existierten. Es könnte sein, dass er ein Vorfahre der Dinosaurier war. Die Flossen des Fisches ähnelten Gliedmaßen. Vermutlich markierten sie den Übergang zwischen im Wasser schwimmenden und an Land laufenden Lebewesen.

"Der Devon war ein Wendepunkt in der Geschichte der Erde, und unsere Studien zu Fisch-Fossilien aus dieser Zeit helfen uns dabei, die Evolution der Erde und das darauf existierende Leben zu verstehen", schreibt Daeschler im Fachblatt "Journal of Vertebrate Paleontology".

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