Di, 22. Mai 2018

Müde Williams

12.09.2011 08:19

Australierin Stosur gewinnt erstmals die US Open

Die Australierin Samantha Stosur ist zum ersten Mal US-Open-Siegerin. Die Weltranglisten-Zehnte schlug am Sonntag im Finale in New York Lokalmatadorin Serena Williams 6:2, 6:3. Die 27-Jährige bestritt ihr zweites Endspiel bei einem Grand-Slam-Turnier, nachdem sie im Vorjahr das Finale der French Open verloren hatte. Mit Stosur, die 1,8 Millionen Dollar Preisgeld einstreift, gewann erstmals seit 1973 wieder eine Australierin die US Open.

Williams verpasste ihren vierten Triumph in New York und ihren insgesamt 14. Grand-Slam-Einzeltitel. Einen Tag nach dem Halbfinalsieg über die Deutsche Angelique Kerber dominierte Stosur nach dem Auftakt-Spielgewinn für Williams zunächst nach Belieben. Zur Überraschung der knapp 20.000 Zuschauer im nicht ausverkauften Arthur-Ashe-Stadium war Stosur praktisch in allen Belangen überlegen und holte sich mit zwölf Punkten hintereinander nach einer halben Stunde den ersten Satz.

Nach ihrem fulminanten abendlichen Halbfinal-Erfolg über die dänische Weltranglisten-Erste Caroline Wozniacki wirkte Williams müde. Zudem ließ der im Turnier bisher so starke Aufschlag die Favoritin anfangs im Stich.

Schiedsrichterin bestrafte Williams
Das änderte sich nach einem umstrittenen, aber korrekten Punktabzug, der Stosur das Break zum 1:0 im zweiten Satz brachte. Williams rief nach einer krachenden Vorhand "Come on!", noch bevor Stosur den nicht mehr zurückspielbaren Ball berührte. Dies bestrafte die griechische Schiedsrichterin Eva Asderaki, brachte Williams damit in Rage, aber mit den Fans im Rücken auch zurück ins Spiel. Die einstige Nummer eins holte sich danach die Führung.

Vor zwei Jahren hatte Williams im Halbfinale gegen die Belgierin Kim Clijsters wegen einer Linienrichter-Entscheidung heftig geschimpft und einen Punktabzug kassiert. Da dies beim Matchball gegen sie passierte, verlor Williams und verpasste das Endspiel.

Gegen Stosur konnte sie ihr Niveau nach dem Zwischenfall zwar steigern, vergab aber die Chance zum 3:1. Sie machte weiterhin zu viele Fehler und verlor ihren Aufschlag erneut zum 3:4. Wenig später wehrte sie die ersten beiden Matchbälle noch ab, die dritte Chance aber nutzte Stosur nach 73 Minuten Spielzeit.

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