So, 27. Mai 2018

Am Weg zum Mond

11.09.2011 13:30

Neunmonatige Mission der GRAIL-Sonden gestartet

Nach tagelangen Verzögerungen wegen schlechten Wetters sind die beiden US-Raumsonden "GRAIL-A" und "GRAIL-B" am Samstag zu ihrer neunmonatigen Erkundungsreise um den Mond gestartet. Die Zwillingssonden hoben mit rund halbstündiger Verspätung um 15.08 Uhr MESZ vom Weltraumbahnhof der Air Force in Cape Canaveral in Florida an Bord einer Delta-Trägerrakete ab, wie die NASA mitteilte.

Die Sonden, die jeweils so groß wie eine Waschmaschine sind, sollen das Schwerefeld des Mondes auf winzige Schwankungen vermessen. Daraus können Forscher Rückschlüsse auf die Strukturen im Mondinneren ziehen - von der Kruste bis zum Kern. Auf diese Weise soll die Mission verstehen helfen, wie der Trabant, die Erde sowie andere Gesteinsplaneten entstanden sind. Die 456 Millionen Dollar (363 Millionen Euro) teure Expedition wird vom Jet Propulsion Laboratory der NASA geleitet.

Komplizierte Flugmanöver
Die Sonden richtig zu positionieren, erfordere sehr komplizierte Manöver, die so bei einer Erkundungsmission außerhalb der Erde bisher noch nie geflogen worden seien, betonte die NASA. Die Zwillingssonden fliegen dazu nach dem Start auf getrennten Bahnen zum Erdtrabanten, den sie nach drei bis vier Monaten erreichen sollen. Die anschließende Annäherung ihrer Umlaufbahnen dauert noch einmal rund zwei Monate, bis sie in einer Tandemformation um den Mond kreisen. Dann erst beginnt die 82 Tage lange Messphase.

Während ihrer neunmonatigen Mission sollen die Zwillingssonden das Gravitationsfeld des Mondes auf winzige Schwankungen vermessen und Aufschluss über die Strukturen im Mondinneren von der Kruste bis zum Kern geben. Die Forscher hoffen, so mehr über die Entstehung und Entwicklung des Erdtrabanten zu erfahren. Und sie erhoffen sich auch eine Antwort auf die Frage, warum die Kruste des Mondes auf der erdabgewandten Seite mit 150 Kilometern etwa doppelt so dick ist wie auf der erdzugewandten Seite.

Mission soll Mond- Mysterien entschlüsseln

"'GRAIL' wird Mysterien rund um den Mond entschlüsseln und uns helfen zu verstehen, wie er, die Erde und auch andere Gesteinsplaneten entstanden sind", sagte Maria Zuber, eine der leitenden Wissenschaftlerinnen für das Projekt vom Massachusetts Institute of Technology in Cambridge.

Wenn der Zustand der Sonden es erlaubt - und aus Forschersicht weitere Messungen nötig sind -, kann die wissenschaftliche Phase der rund eine halbe Milliarde Dollar teuren "GRAIL"- Mission auch verlängert werden. Etwa 40 Tage nach Ende der letzten Messungen sollen die Sonden dann auf der Oberfläche des Mondes zerschellen.

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