Sa, 25. November 2017

Kanu-WM in Slowakei

10.09.2011 14:59

Kuhnle verteidigt Weltmeister-Titel im Kajak-Einer

Die niederösterreichische Wildwasser-Kanutin Corinna Kuhnle hat am Samstag ihren WM-Titel im Kajak-Einer erfolgreich verteidigt. Kuhnle setzte sich bei den Slalom-Titelkämpfen in Cunovo 20 Kilometer südlich der slowakischen Hauptstadt Bratislava trotz zweier Strafsekunden vor der Lokalmatadorin Jana Dukatova und der Spanierin Maialen Chouraut durch. Vor fast genau einem Jahr, am 11. September 2010, hatte Kuhnle in Tacen/Slowenien Gold erobert.

"Es war ein guter, aber kein perfekter Lauf. Man muss so gut wie möglich die Linie halten, um so ein Rennen zu gewinnen", meinte Kuhnle, deren Teamkollegin und Olympia-Konkurrentin Violetta Oblinger-Peters ebenfalls im Kampf um die Medaillen mitmischte. Aufgrund von zwei Strafsekunden musste sich Oblinger-Peters am Ende allerdings mit Rang sechs begnügen. Auf die zweitplatzierte Dukatova fehlten der WM- und Olympia-Dritten 0,78 und auf die Bronze-Gewinnerin Maialen Chourraut (ESP) 0,53 Sekunden.

Titelverteidigung auf Haus- und Hofkurs
Die 20 Kilometer südlich der slowakischen Hauptstadt Bratislava gelegene Strecke kennt Kuhnle aufgrund zahlreicher Trainingseinheiten sehr gut, zudem hat ihr die dort 2010 errungene EM-Silbermedaille zusätzliches Selbstvertrauen gegeben. Cunovo ist für Kuhnle die nächstgelegene Trainingsstrecke, von ihrer Heimat Höflein an der Donau ist sie in 70 Minuten am WM-Ort. "Ich trainiere hier fast täglich", berichtete Kuhnle über ihre spezielle Beziehung zum WM-Kurs.

Einen Steckbrief von Corinna Kuhnle findest du in der Infobox!

Kuhnles Leistung ist schon jetzt als historisch zu bezeichnen, denn als bis Samstag einzige Athletin hatte in den 1960er-Jahren lediglich die Tschechin Ludmilla Polesna zweimal in Serie WM-Gold im Kajak-Einer gewonnen. "Das macht den Sieg schon sehr besonders", so Kuhnle, die bereits das fünfte WM-Gold für Österreich in dieser Disziplin gewinnen konnte. Kuhnle hat sich damit auch in die Pole Position für den österreichischen Quotenplatz für Olympia 2012 in London gebracht. Eine Medaille bei Sommerspielen ist nach wie vor das größte Ziel Kuhnles.

Zwei Matchbälle auf dem Weg zu Olympia erkämpft
"Ich freue mich riesig über WM-Gold, aber Olympia ist natürlich ganz groß in meinem Kopf. Für mich war es ein erster kleiner Schritt Richtung Olympia", freute sich Kuhnle. In der verbandsinternen Olympia-Qualifikation werden nach der WM noch im nächsten Jahr die EM sowie der erste Weltcup-Bewerb herangezogen. "Wer in zwei der drei Rennen vorne ist, fährt zu Olympia", so Kuhnle über das Prozedere, das ihr nun zwei Matchbälle für London bringt.

Am Sonntag tritt Kuhnle noch für Österreich im Teambewerb an, dann legt sie ab Donnerstag einen einwöchigen "Wildnisurlaub" mit Wandern, Bergsteigen und Campen in Schottland ein.

Endergebnis im Kajak-Einer
1. Corinna Kuhnle (AUT) 110,05 Sek.
2. Jana Dukatova (SVK) 113,33
3. Maialen Chourraut (ESP) 113,58
4. Emilie Fer (FRA) 113,95
5. Fiona Pennie (GBR) 114,10
6. Violetta Oblinger-Peters (AUT) 114,11

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