Fr, 20. Oktober 2017

Maggies Kolumne

09.09.2011 13:56

Schimpansen werden „Aiderbichler“

Stellen Sie sich vor, Sie besteigen einen kleinen Aufzug, der für etwa drei Personen konzipiert ist. Die Aufzugstür schließt sich – und öffnet sich erst wieder nach 30 langen, qualvollen Jahren.

So könnte man das Leben der ehemaligen Versuchsaffen der Firma Immuno beschreiben. Viele von ihnen wurden als Babys ihren Müttern entrissen. Wurden in kleine Käfige gesperrt – völlig alleine – ohne Kontakt zu Artgenossen. Obwohl gerade Menschenaffen diesen so sehr brauchen. Die Firma Baxter übernahm 1997 diese leidgeprüften Tiere und baute ihnen ein neues Zuhause im Safaripark Gänserndorf. Der schlitterte bald darauf in Konkurs – die Affen wurden zur Konkursmasse, die niemand haben wollte.

Doch Landeshauptmann Erwin Pröll, Minister Alois Stöger und die Firma Baxter hatten eine geniale Idee! Michael Aufhauser und seine Stiftung Aiderbichl sollten die Tiere übernehmen.

Gemeinsam mit Schimpansen-Expertin Jane Goodall plante Michael Aufhauser die Außengehege. Die schwer traumatisierten Tiere sollten endlich ein wenig Wiedergutmachung erfahren für das, was ihnen die Menschen jahrzehntelang angetan hatten.

Diese Woche war es so weit. Die neue Anlage wurde offiziell eröffnet! Von nun an können diese Tiere täglich in die Freiheit. Ihre Füße auf weiches Gras setzen, die Sonne auf der Haut spüren, die Nase in den Wind halten, der so viele Gerüche mit sich trägt.

Die meisten Menschen, die diesen großen Tag miterleben durften, hatten Tränen in den Augen. Tränen der Freude! Niemand kann das Leid, das diese Tiere ertragen mussten, ungeschehen machen. Aber nun blicken sie in eine lebenswerte Zukunft als „Aiderbichler“. (Ein berührendes Video dazu finden Sie unter: www.facebook.com/kronetierecke)

Maggie Entenfellner

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