Mo, 21. Mai 2018

Wiederaufbau läuft

10.09.2011 08:41

Fotovergleich: So eifrig räumte Japan nach Tsunami auf

Sechs Monate ist es her, dass ein Erdbeben samt Tsunami weite Teile Japans verwüstet hat. Am 11. März um 14.45 Uhr rollten Wassermassen über das Land und hinterließen ein Bild der Zerstörung. Doch die Menschen in dem Land ließen sich nicht unterkriegen. Sie arbeiteten hart, um ihr Leben zurückzubekommen. Bilder, die Orte nach dem Tsunami und heute zeigen, beweisen, dass ihre Bemühungen Früchte tragen (siehe Fotostrecke oben).

Die Naturkatastrophe riss Tausende von Menschen in den Tod, Wohngebiete wurden dem Erdboden gleichgemacht und unzähligen Bauern und Fischern die Lebensgrundlage entrissen. Die noch immer allgegenwärtigen Folgen der Katastrophe gehen weit über die Trümmerfelder hinaus: "Es ändert sich das Bewusstsein der Japaner, nicht nur der Menschen in Fukushima. Das jahrzehntelange Vertrauen in die Regierung und andere Autoritäten ist weitgehend verloren gegangen", sagte der Polit-Kommentator Minoru Morita. Deshalb musste auch erst vor wenigen Tagen Premier Naoto Kann den Hut nehmen und sein Amt an Yoshihiko Noda übergeben (siehe Infobox).

"Wir kommen wieder auf die Beine"
Doch inmitten aller politischen Streitigkeiten und der unfassbaren Tragödie ist die Hoffnung nicht verloren gegangen. Der Wille, "mit eigener Kraft und der Kraft der Gemeinschaft wieder auf die Beine zu kommen, ist ungebrochen", so Morita. Wer durch die Katastrophengebiete fährt, trifft überall auf Japaner, die sich mit unerschütterlichem Durchhaltewillen daran machen, ihr Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen und ihre alte Heimat Stück für Stück wieder aufzubauen.

Bauarbeiter und freiwillige Helfer sind mit Baggern und Lastern dabei, Trümmer zu beseitigen. Bauern versuchen ihre Felder wieder in Schuss zu bringen und Geschäftsleute ihre Existenz wieder aufzubauen. Überall in den Katastrophengebieten hängen Plakate und Aufkleber mit Worten wie: "Wir schaffen das, wir kommen wieder auf die Beine."

Bilder zeigen Fortschritte in der Unglücksregion
Und genau das ist auch auf den Bildern aus der Unglücksregion zu sehen. Wo sich noch vor sechs Monaten Schutt- und Trümmerberge auftürmten, sind jetzt wieder aufgeräumte Straßen und instandgesetzte Häuser zu sehen. Im Ort Otsuchi beispielsweise wurde eine Jacht auf ein Gebäude gespült (siehe Bild), doch inzwischen ist das Schiff entfernt worden und die Arbeiten an dem Gebäude laufen auf Hochtouren.

Ebenfalls großen Einsatz erforderten die Aufräumarbeiten am Flughafen Sendai (viertes Bild), hier stand das gesamte Rollfeld unter Wasser, die meisten Maschinen wurden komplett zerstört, an normalen Flugbetrieb war nicht zu denken. Nun sind alle Lande- und Startbahnen wieder intakt und einer sicheren Reise steht nichts mehr im Wege.

Die Fortschritte sind zwar von Ort zu Ort unterschiedlich, doch der Kampfgeist der Menschen ist überall sichtbar. Immerhin liegt das Unglück erst sechs Monate zurück.

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