Di, 12. Dezember 2017

25 Jahre Martyrium

08.09.2011 17:57

Tochter bekam Kind - 10 Jahre Haft für Missbrauchs-Vater

Unvorstellbar, was hinter verschlossenen Türen in manchen Familien so vor sich geht – unbemerkt von Nachbarn und Behörden. Ein Oberösterreicher konnte so jahrelang Tochter und Sohn sexuell missbrauchen. Erst nach 25 Jahren musste er nun dafür vor einem Gericht geradestehen. Das Urteil lautet auf zehn Jahre Haft.

"Die Öffentlichkeit ist ausgeschlossen" – stand vor der Tür des Gerichtssaales, in dem die Familientragödie verhandelt wurde. Zum Schutze des schwer traumatisierten Opfers wurde auch die Anklage, die auf Beischlaf mit Unmündigen, Schändung und Blutschande lautete, nur vor den Mitgliedern des Schöffengerichtes, vor Staatsanwalt und Verteidigern vorgetragen.

Sohn Opfer und Täter zugleich?
Laut Urteilsbegründung machte die heute junge Frau ein jahrelanges Martyrium durch. Die Missbrauchshandlungen begannen 1986. Nach der Tochter verging sich der Angeklagte auch am Sohn und dieser wiederum an der Schwester. Der Sohn, dadurch offenbar Opfer und Täter in einer Person, war mit dem Vater und Peiniger angeklagt. Das Verfahren gegen ihn wurde allerdings ausgeschieden.

Angeklagter nahm Strafe sofort an
Die Schöffen entschieden ausschließlich über die unvorstellbaren Qualen, die die Tochter erleiden musste und die in einer Schwangerschaft gipfelten. 2007 gebar die junge Frau ein Kind vom eigenen Vater. Zehn Jahre Haft lautet das Urteil nach einer nur vierstündigen Verhandlung, der Angeklagte nahm seine Strafe sofort an.

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