Sa, 26. Mai 2018

Ski-Materialreform

08.09.2011 14:25

Gesprächsbereiter FIS-Chef Kasper erfreut Athleten

In der schwelenden Diskussion rund um die von der FIS geplanten Materialänderungen im alpinen Skizirkus ab der Saison 2012/13 hat sich am Donnerstag Athleten-Sprecher Kilian Albrecht (Bild) zu Wort gemeldet. In einer Reaktion auf die Aussagen von FIS-Präsident Gian-Franco Kasper vom Dienstag begrüßte der Ex-Rennläufer die von Kasper signalisierte grundsätzliche Gesprächsbereitschaft. Gleichzeitig widersprach er aber dem Schweizer, wonach hinter der Athleten-Petition die Ski-Industrie stecke.

"Das ist äußerst begrüßenswert, zumal uns bisher keine Einladung zum Gespräch erreichte", konstatierte Albrecht auf der Website "ski.freesponsible". Die von etwa 200 Aktiven unterschriebene Protestnote gegen die geplanten Änderungen sei aber keinesfalls von der Industrie initiiert. "In meiner Funktion als Repräsentant der Athleten möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass dies nicht den Tatsachen entspricht. Die Athleten haben für sich selbst gesprochen", erklärte der Vorarlberger. Die Initiative sei dem Unmut der großen Mehrheit der Rennläufer entsprungen. Man habe der Verärgerung über den Umgang mit den Anliegen der Athleten öffentlich Nachdruck verleihen wollen.

Athleten wollen ernst genommen werden
Auf der Website zeigen Athletenfotos mit rotem Balken über den Mündern unter dem Titel "Ignored" (Ignoriert) drastisch, wie sich der Großteil der Gemeinde der Skiprofis offenbar fühlt. Klar werden die Ziele formuliert, wonach man eine Sicherheitsstudie der Universität Salzburg als Basis für eine Diskussion und mögliche Maßnahmen heranziehen möchte. Außerdem werden ein geändertes Reglement für die Kurssetzung, Anpassungen der Pistenpräparierung und der Reglements für die Rennanzüge, Einbeziehung der Athleten in die Lösung von Sicherheitsfragen sowie Mitsprache bei Entscheidungen direkt am Veranstaltungsort gefordert. Auch in der Formel 1 gebe es Fahrer-Meetings in Sachen temporäre und lokale Begebenheiten.

"Die Athleten wollen einen entscheidenden Beitrag für mehr Sicherheit in ihrem Sport leisten. Das ist nur möglich, wenn ihre Position ernst genommen wird", erklärte Albrecht stellvertretend für die Sportler.

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