Mi, 22. November 2017

Apples willige Helfer

08.09.2011 10:47

Suche nach iPhone-Prototyp bringt Polizei in Bredouille

Weil die Polizei in San Francisco Apple mit Drohungen bei der Suche nach einem verlorenen iPhone-Prototypen - krone.at berichtete - geholfen haben soll, läuft nun eine interne Untersuchung. Beamte hatten zwei Sicherheitsmitarbeitern von Apple offenbar mit fragwürdigen Methoden zur Durchsuchung eines Hauses verholfen.

Troy Dangerfield von der Polizei in San Francisco gab gegenüber "CNET" den Start der internen Untersuchung bekannt. Apple hatte bei der Polizei um Mithilfe gebeten, nachdem ein Mitarbeiter in einer Tequilabar einen Prototypen - vermutlich des iPhone 5 - verloren hatte.

Daraufhin wurden vergangene Woche Polizisten gemeinsam mit zwei Sicherheitsmitarbeitern von Apple bei Sergio C. vorstellig, der in derselben Nacht die Bar besucht hatte. Wie er gegenüber "SF Weekly" berichtete, hätten ihm die Beamten mit einem Durchsuchungsbefehl gedroht, sollte er einer Suche auf seinem Grundstück nicht freiwillig zustimmen. Zudem hätten die Polizisten gefragt, ob sich alle Einwohner des Hauses legal in den USA aufhielten, so habe man seine Familie einschüchtern wollen.

Apple-Mitarbeiter durchsuchten erfolglos Haus
Er habe daraufhin nachgegeben und eine Durchsuchung erlaubt, so Sergio C. Daraufhin hätten sich die Polizisten allerdings nicht bewegt, sondern die Apple-Mitarbeiter ins Haus gelassen. Diese hätten dieses samt Computer und seinem Wagen schließlich durchforstet. Gefunden wurde der vermisste Prototyp allerdings nicht.

Polizeichef findet Vorgehen "ungewöhnlich", Apple schweigt
Der Polizeichef vn San Francisco gab gegenüber dem "San Francisco Chronicle" zu, es sei ungewöhnlich, dass die Polizei bei privaten Ermittlungen helfe. In solchen Fällen wolle man Probleme vermeiden - Details kenne er allerdings nicht. Die soll nun die Untersuchung klären. Apple hat eine Stellungnahme bisher abgelehnt.

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