Di, 22. Mai 2018

Superscharfe Fotos

08.09.2011 11:32

NASA-Sonde zeigt Apollo-Spuren im Mondstaub

Die US-Weltraumbehörde NASA hat jetzt außergewöhnlich scharfe Aufnahmen von Astronauten-Fußspuren an der Oberfläche des Mondes veröffentlicht. Die von der Sonde "Lunar Reconnaissance Orbiter" (LRO) geschossenen Bilder zeigen in bisher unerreichter Genauigkeit die Landeplätze verschiedener "Apollo"-Missionen. Sie lassen u.a. genau erkennen, welche Pfade die Astronauten vor rund 40 Jahren auf dem Mond beschritten und wohin sie mit ihren Buggys fuhren.

Insgesamt drei neue Bilder veröffentlichte die NASA. Auf den Aufnahmen, die die Landeplätze von Apollo 12 (Bild 2), Apollo 14 (Bild 3) und Apollo 17 (Bild 1) zeigen, sind die Fußspuren der Astronauten auszumachen, auf dem Foto des Apollo-17-Landeplatzes kann man auch die parallelen Fahrspuren des Mondautos erkennen, das noch immer östlich der Landeeinheit geparkt ist. "Wir können die Schritte der Astronauten mit größerer Klarheit nachvollziehen, um zu sehen, wo sie Mondproben genommen haben", sagte der NASA-Geologe Noah Petro.

Zudem sind auf den Bildern auch Spuren zu erkennen, die in westliche Richtung von der jeweiligen Landefähre führen. Hier hatten die Astronauten immer das Apollo Lunar Surface Experiments Package (kurz: ALSEP, in den Bilder rot jeweils markiert), ein Instrumentenpaket, das Daten über die Umweltbedingungen sowie das Innere des Mondes sammelte, aufgestellt.

Fotos aus 21 km Entfernung aufgenommen
Möglich wurden die detailreicheren Bilder, weil das LRO-Team die Mondsonde auf eine Bahn gebracht hatte, auf der sie den Erdtrabanten nicht mehr in einer konstanten Höhe von 50 Kilometern umkreist, sondern zeitweise nur knapp 21 Kilometer von der Mondoberfläche entfernt war.

"Ohne die mittlere Höhe zu ändern, haben wir die Bahn elliptischer gemacht und dafür gesorgt, dass ihr niedrigster Teil auf der von der Sonne beleuchteten Seite des Mondes liegt", erklärt Projektwissenschaftler John Keller vom Goddard Space Flight Center. Den neuen Orbit behielt die Sonde für insgesamt 28 Tage bei, sodass sich der Mond währenddessen einmal um die eigene Achse drehen und die Oberfläche komplett mit der Weitwinkelkamera erfasst werden konnte.

"Die neuen, aus niedriger Höhe aufgenommenen Bilder der 'Narrow Angle Camera' erlauben einen schärferen Blick auf die Mondoberfläche", so Mark Robinson von der Arizona State University. "Ein gutes Beispiel dafür ist die Schärfe der Fahrspuren des Mondautos (durch Pfeile markiert) an der Landestelle von Apollo 17. Auf früheren Aufnahmen waren sie zwar auch zu erkennen, doch jetzt sieht man scharfe parallele Linien auf der Oberfläche."

Pech für Verschwörungstheoretiker
Verschwörungstheoretiker, die seit Jahrzehnten behaupten, das Apollo-Programm der NASA sei Betrug gewesen und die Mondlandungen hätten nur in einem Filmstudio stattgefunden, werden angesichts der jetzt vorgelegten Foto-Beweise für eine Monderkundung nun wohl die Argumente ausgehen…

Fotos: NASA/Goddard Space Flight Center/ASU

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