Fr, 25. Mai 2018

9/11 - die Zahlen

07.09.2011 14:23

19 Attentäter - und knapp 3.000 Todesopfer

Zusammenfassung der wichtigsten offiziellen Zahlen in unmittelbarem Zusammenhang mit den Anschlägen vom 11. September 2001.

TODESOPFER:

  • Gesamtzahl aller Getöteten: mindestens 2.995.
  • Todesopfer am Ground Zero in New York: nach verschiedenen Angaben zwischen 2.747 und 2.823, davon 147 Passagiere und Besatzung der beiden Flugzeuge, die in das World Trade Center rasten. Unter den Toten waren 343 Feuerwehrleute und Rettungskräfte sowie 23 Beamte der New Yorker Polizei.
  • Todesopfer am Pentagon nahe Washington: 184, davon 59 Passagiere und Besatzung des Flugzeugs, das ins US-Verteidigungsministerium raste.
  • Todesopfer von Flug 93, der in Pennsylvania abstürzte: 45.
  • Hinzu kommt die Gesamtzahl der Attentäter: 19 (15 davon Saudi-Araber), alle getötet.
  • Die 372 umgekommenen Ausländer stammten aus 115 verschiedenen Ländern. Es war kein Österreicher darunter.
  • Unter den Toten waren neun Kinder bzw. Jugendliche unter 18 Jahren. Mehr als 3.000 Kinder verloren zumindest einen Elternteil. Mehr als 1.600 verloren ihren Partner.
  • Am Ground Zero wurden rund 19.500 Körperteile gefunden, ganze Leichen wurden 290 gefunden. Mehr als 1.700 Angehörige konnten keine sterblichen Opfer-Überreste bestatten.
  • 20 Prozent der US-Amerikaner kannten/kennen jemanden, der bei den Angriffen verletzt oder getötet wurde.

AUFRÄUMARBEITEN/HILFE:

  • Es dauerte 9 Monate, bis 1,8 Millionen Tonnen Schutt vom Ground Zero entfernt waren. Die ungefähren Kosten für die Reinigungsarbeiten betrugen 600 Millionen Dollar.
  • Die Hitze des New Yorker Infernos betrug bis zu 1.260 Grad, unterirdische Feuer brannten über 69 Tage hinweg. Die brennenden Türme waren über eine Distanz von 32 Kilometern zu sehen.
  • 98 Feuerwehrfahrzeuge wurden in New York zerstört.
  • New York erhielt in den zwei Monaten nach 9/11 9,5 Milliarden Dollar an US-Bundeshilfen. Der nationalen Koordinationsstelle der Vereinigten Staaten für Katastrophenhilfe kostete die Notsituation 970 Millionen Dollar.
  • Der Star-gespickte Fernsehmarathon "America: A Tribute to Heroes" vom 21. September zur Sammlung von Spenden wurde in über 200 Ländern ausgestrahlt. 672 Bücher allein in englischer Sprache wurden im Jahr nach 9/11 zu den Anschlägen veröffentlicht.
  • Insgesamt wurden 1,4 Milliarden Dollar gespendet.
  • Geschätzte 36.000 Blutspenden gingen in New York unmittelbar ein, nur 258 wurden gebraucht.

WIRTSCHAFT:

  • Die New Yorker Börse war 6 Tage geschlossen. Der Dow Jones Index verlor bei Wiedereröffnung 684,81 Punkte. Der wirtschaftliche Verlust für New York in den Monaten nach den Anschlägen betrug etwa 105 Milliarden Dollar. 146.100 Jobs gingen in der Metropole verloren.
  • In der US-Reiseindustrie gingen in den fünf Monaten nach 9/11 237.000 Jobs verloren. Der Kongress gab den Fluglinien noch im September 2001 Notunterstützung in Höhe von 15 Milliarden Dollar. 1,4 Millionen Amerikaner änderten 2001 ihre Reisepläne, indem sie vom Flugzeug auf den Zug oder Auto als Urlaubsverkehrsmittel umstiegen.
  • Versicherungen zahlten im Zusammenhang mit 9/11 40,2 Milliarden Dollar aus.

SICHERHEIT/KRIEG:

  • 26 Tage nach 9/11 begannen die USA, das damals noch von den radikal-islamischen Taliban beherrschte Afghanistan zu bombardieren. Innerhalb von sechs Monaten wurden 22.000 Bomben abgeworfen. Innerhalb eines Jahres wurden in Afghanistan mehr als 3.000 Zivilisten getötet.
  • 39 Tage nach den Anschlägen unterzeichnete US-Präsident George W. Bush den Aviation Security Act (Luftfahrtsicherheitsgesetz), wonach seit 1. Jänner 2002 alle eingecheckten Gepäckstücke auf Bomben untersucht werden müssen. Davor wurden in den USA zehn Prozent des eingecheckten Gepäcks darauf kontrolliert.

SONSTIGES/KURIOSA:

  • Der New Yorker Bürgermeister Rudy Giuliani besuchte im Jahr 2001 200 Begräbnisse.
  • Die Zahl an New Yorkern, die infolge von 9/11 an einer post-traumatischen Belastungsstörung erkrankten, wird auf 422.000 geschätzt. Das war ein Anstieg um 200 Prozent.
  • 20 Prozent mehr Menschen in New York sollen unmittelbar nach 9/11 Gotteshäuser besucht haben. Ein Viertel der Einwohner von Manhattan steigerte den Alkoholkonsum, zehn Prozent rauchten mehr. "Toys in Babeland", ein Sexshop an der Lower East Side in Manhattan verzeichnete im September/Oktober 2001 eine plötzliche Verkaufssteigerung von 30 Prozent.
  • Bis Anfang 2002 waren 300 New Yorker Feuerwehrleute wegen Problemen mit den Atmungsorganen außer Dienst.

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