Mi, 23. Mai 2018

Schock bei US Open

05.09.2011 09:11

Rafael Nadal bricht bei Pressekonferenz zusammen

Dass er mit einem 7:6-6:1-7:5-Sieg gegen David Nalbandian aus Argentinien ins US-Open-Achtelfinale einzog, war zu erwarten. Den eigentlichen, wenn auch unfreiwilligen Aufreger lieferte Tennis-Krösus Rafael Nadal am Sonntag aber bei der anschließenden Pressekonferenz: Der Weltranglisten-Zweite rutschte langsam von seinem Stuhl, legte sich auf den Boden und musste wegen Krämpfen behandelt werden.

Er habe vorne und hinten Krämpfe im rechten Oberschenkel gehabt, erklärte der 25-Jährige. "Das war sehr schmerzhaft, aber nichts Besonderes." Die große Hitze und die hohe Luftfeuchtigkeit hatten Nadal im Spiel gegen Nalbandian offenbar zugesetzt. "Es ist Pech, dass es hier und nicht in der Umkleidekabine passiert ist", meinte der Titelverteidiger, der nach zehnminütiger Behandlung mit Massage und Eis die Pressekonferenz fortsetzte.

"Mein bestes Spiel bei den US Open"
Dann war er sich jedenfalls sicher: "Das Spiel gegen Nalbandian war mein bisher bestes bei den US Open." Das dritte Open-Match von Nadal war freilich am Beginn und am Ende knapper, als es das Ergebnis ausdrückte. Nalbandian führte im ersten Satz mit 5:3 und servierte bei 5:4 auf den Satzgewinn. Im Finish machte der Südamerikaner aus einem 2:5-Rückstand noch ein 5:5, ehe Nadal wieder einen Zahn zulegte.

"Das war wirklich hart. David ist ein großer, fantastischer Spieler", hatte Nadal viel Lob für seinen Gegner übrig. Dem Spanier ist bewusst: "Es wird von Tag zu Tag härter." Nadal trifft nun auf den Luxemburger Gilles Muller, der Jürgen Melzers russischen Bezwinger Igor Kunizyn 6:1, 6:4, 6:4 abfertigte.

Auch Roddick im Achtelfinale
Andy Roddick kam kurz darauf durch ein 6:1, 6:4, 7:6 (5) gegen den Franzosen Julien Bennetau in die Runde der letzten 16, bekommt es dort mit dem Spanier David Ferrer zu tun. Roddick kommentierte auch den Vorfall mit Nadal bei der Pressekonferenz. Überbewerten wollte er ihn aber nicht. "Jeder einzelne Spieler hat Krämpfe. Wir laufen bei diesen unangenehmen Bedingungen viele, viele Kilometer, da sind Krämpfe alltäglich. Ein Krampf ist keine Verletzung", sagte Roddick. Allerdings: In New York sind bis dato gleich 18 Aufgaben gezählt worden.

US-Boys stark
Die US-amerikanischen Hausherren erweisen sich bei den heurigen US Open überhaupt stark. Neben Mardy Fish, Roddick und John Isner schaffte es auch der ungesetzte Donald Young erstmals bei einem Grand-Slam-Turnier unter die letzten 16 Akteure.

Murray und Ferrer weiter
Die Nummern vier und fünf des Turniers hatten auf dem Weg ins Achtelfinale keine Probleme. Der Brite Andy Murray fegte den Spanier Feliciano Lopez mit einer eindrucksvollen Leistung 6:1, 6:4, 6:2 vom Court. Der Spanier David Ferrer behielt gegen den Deutschen Florian Mayer mit 6:1, 6:2, 7:6 ebenfalls deutlich die Oberhand.

Auch Italienerin Pennettamacht Hitze zu schaffen
Die Damen spielen zwar nur auf zwei gewonnene Sätze, müssen den Bedingungen aber ebenfalls Tribut zollen. Die Italienerin Flavia Pennetta hatte während des 6:4-7:6-Erfolges im Achtelfinale gegen die Chinesin Peng Shuai mit Übelkeit zu kämpfen. "Es kommt alles zusammen, die Anspannung und die Hitze", erklärte Pennetta, die in Runde drei Superstar Maria Scharapowa aus dem Turnier verabschiedet hatte.

Rekord-Tiebreak bei Stosur vs. Kirilenko
Einen Eintrag in den Tennis-Rekordbüchern haben sich Sam Stosur und Maria Kirilenko gesichert. Das Tiebreak des zweiten Satzes avancierte zum längsten der Geschichte in einem Damen-Grand-Slam-Match. Stosur verlor zwar das Rekord-Tiebreak inklusive fünf vergebener Matchbälle 15:17, setzte sich aber schlussendlich gegen die Russin 6:2, 6:7, 6:3 durch. Zwei Tage zuvor hatte Stosur gegen Nadja Petrowa, ebenfalls eine Russin, das längste Damen-Match der US-Open-Historie 7:6, 6:7, 7:5 gewonnen. Stosurs nächste Gegnerin ist mit Vera Swonarewa eine weitere Russin.

Für den Steirer Oliver Marach war das Mixed-Turnier an der Seite der Spanierin Nuria Llagostera Vives nach einem 4:6, 3:6 im Achtelfinale gegen die Argentinier Gisela Dulko/Eduardo Schwank hingegen zu Ende. Ihre Auftakt-Runde bei den Juniorinnen überstand die Österreicherin Barbara Haas.

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