Do, 23. November 2017

„Oooh! Aaah!“

04.09.2011 12:56

Einstündiges Mega-Feuerwerk bei Linzer Klangwolke

Was üblicherweise Schlusspunkt der alljährlichen visualisierten Klangwolke in Linz ist, war heuer Hauptdarsteller: Bei "2011 - Feuerwelt. Eine Science-Fiction" wurde am Samstagabend eine knappe Stunde lang ein unvergleichliches Feuerwerk auf den Himmel gezaubert. Die laut Veranstalter rund 120.000 Besucher kamen aus dem Staunen nicht heraus.

"Oooh! Aaah!", schallte es von Beginn an durch den Donaupark, nach nicht einmal einer Minute der erste Zwischenapplaus. Raketen flogen wie UFOs durch die Luft, die Hochhäuser am gegenüberliegenden Ufer mutierten zu riesigen Robotern, ein Flugzeug sprühte Feuerregen über die Donau.

Die unzähligen Explosionen glichen Schlaginstrumenten und verliehen der sphärischen Musik den nötigen Rhythmus. Insgesamt 4.000 Feuerwerkskörper erhellten den nächtlichen Himmel. Da musste selbst das ansonsten bunt blinkende Ars Electronica Center, seit Wochenmitte kulturelles Epizentrum der Stadt, für kurze Zeit pausieren.

Pyrotechniker Christian Czech und Regisseur Beda Percht haben ihre Klangwolke (Musik: Thierry Zaboitzeff) an den Roman "Childhood's End" (Die letzte Generation) von "2001"-Autor Arthur C. Clarke angelehnt. Erzählt wurde eine Geschichte von Außerirdischen, die die Menschheit bewachen, beschützen und schlussendlich verlassen, weil sie "erwachsen" geworden ist.

Akustisches Beiwerk rückt in den Hintergrund
In Anbetracht des Schauwerts waren die Geschichte - u.a. von Prometheus, dem Feuerbringer und Freund der Menschheit - und Einspielungen von den Freiheitskämpfern Gandhi und Martin Luther King aber akustisches Beiwerk. Was schlussendlich von der Klangwolke blieb, war eine gewaltige Rauchwolke und die Gewissheit, dass Linz lange kein so großes Feuerwerk mehr sehen wird.

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