So, 27. Mai 2018

Hetze befürchtet

03.09.2011 16:51

Österreich boykottiert Anti-Rassismus-Tagung

Österreich verzichtet auf eine Teilnahme an der umstrittenen Anti-Rassismus-Konferenz der UNO in New York. Man werde "nicht auf politischer Ebene" partizipieren, es werde lediglich eine "Beobachtung auf Beamtenebene" geben, sagte Außenamts-Sprecher Peter Launsky-Tieffenthal. Österreich befürchtet wie andere Staaten bei dem Treffen antisemitische Hetze.

Österreich hatte bereits am Mittwoch gegenüber der israelischen Tageszeitung Jerusalem Post "Zweifel über die Inhalte und die Richtung der Konferenz" angemeldet und einen Rückzug angekündigt. Die Alpenrepublik schloss sich damit einer Gruppe mehrerer Staaten an, darunter die USA, Deutschland, Tschechien, die Niederlande, Australien und Kanada, die einen Boykott verkündeten.

Auch auf die deutsche Regierung war in den vergangenen Tagen der mediale Druck gewachsen, als Reaktion auf antisemitische Äußerungen bei den vorangegangenen Konferenzen nicht teilzunehmen. Unter anderem hatte auch der Zentralrat der deutschen Juden einen Boykott verlangt.

Die Konferenz, die das dritte Mal stattfindet und im UNO-Jargon Durban III genannt wird, soll am 22. September am Rande der UNO-Generalversammlung abgehalten werden. Zu dieser sollen Bundespräsident Heinz Fischer, Kanzler Werner Faymann und Außenminister Michael Spindelegger anreisen. Bei vorherigen Anti-Rassismus-Treffen der UNO hatte der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad zu wüsten Schimpftiraden benutzt.

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