Di, 22. Mai 2018

Geldentwertung

08.09.2011 13:24

Tipps und Infos zu Inflationsschutz-Sparformen

Inflationsraten um die drei Prozent werden uns in den nächsten Monaten nach aktueller Expertenmeinung wahrscheinlich begleiten. Das bedeutet: Wenn du dein Geld nicht zumindest mit rund vier Prozent Bruttoverzinsung anlegst, wird es von der Kaufkraft her betrachtet weniger. Inflationsgeschützte Produkte versuchen, ein passendes Mittel gegen den Wertverlust zu bieten. krone.at erklärt, was du dabei beachten solltest.

Bausparen
Ein Klassiker, der gerade in der aktuellen Situation wieder an Bedeutung gewinnt. Bausparen ist von der staatlichen Einlagensicherung gedeckt und bietet zusätzlich zur aktuell zwar noch niedrigen Verzinsung eine staatliche Förderung von derzeit drei Prozent, die nicht der KESt-Pflicht unterliegt. Damit erreichst du bei den meisten Verträgen eine Rendite, die einer Sparbuchverzinsung von über vier, bei manchen Verträgen sogar knapp fünf Prozent entspricht.

Doch wo Vorteile, da auch Nachteile: So zum Beispiel die lange Laufzeit von sechs Jahren. Weiters wird auch eine Kontoführungsgebühr für die Verwaltung der Verträge verrechnet, die gerade bei kleineren Sparbeträgen die Erträge stark anknabbert. Du solltest daher die maximal geförderte Sparleistung von 1.200 Euro pro Jahr so weit wie möglich ausnützen. Dann zahlt sich der Bausparer aus.

Die Frage, ob nun eine Fixverzinsung oder eine variable Verzinsung besser geeignet ist, hängt von den angebotenen Fixzinssätzen ab. Werte von nur knapp mehr als zwei Prozent sollten keinesfalls für die gesamte Laufzeit fixiert werden, da nach wie vor von zwar langsam, aber immerhin steigenden Zinsen ausgegangen wird. Hier wirst du mit dem variablen Zinssatz aller Voraussicht nach besser aussteigen.

Inflationsgeschützte Anleihen
Viele Banken begeben derzeit Anleihen, die mit einem expliziten Inflationsschutz ausgestattet sind. Dabei richtet sich die Verzinsung der Anleihe nach der Inflationsrate: Bei manchen Produkten wird 1:1 die aktuelle Inflation als Kupon ausgezahlt, andere bieten sogar das Anderthalbfache oder die Inflationsrate multipliziert mit einem anderen Faktor. Manchmal bezieht sich die Anleihe auch auf einen Zinsindikator wie einen EURIBOR-Wert (Basis für viele Kreditzinsen und Zinsen für täglich fällige Spareinlagen, Anm.). Steigen die Zinsen am Markt, dann steigt auch die Verzinsung der Anleihe.

Es sind auch Produkte zu finden, die eine fixe Mindestverzinsung auszahlen oder in manchen Jahren der Laufzeit eine fixe Verzinsung, in anderen die Inflationsrate multipliziert mit einem bestimmten Faktor bieten. Du solltest jedenfalls Produkten mit einem Mindestkupon den Vorzug geben, da du dich hier auf ein Szenario einstellen kannst, was im schlechtesten Fall ausgezahlt wird.

Aber Vorsicht: Die Anleihen sind nur so viel wert wie das Unternehmen, das sie auszahlt. Lockt ein Unternehmen mit verdächtig hohen Zinsen, dann kannst du davon ausgehen, dass die Bonität aktuell nicht allzu gut ist. Informiere dich über das Unternehmen, das die Anleihe herausgibt, und bilde dir deine eigene Meinung, wie realistisch es ist, dass es am Ende der Laufzeit noch existiert.

Versicherungen
Aktuelle Versicherungsprodukte funktionieren oft nach dem gleichen Schema wie bei den Anleihen beschrieben: eventuell fixe Mindestverzinsung zuzüglich Inflationsrate. Hier ist wichtig, dass du dich informierst, wie die Kapitalgarantie der Versicherung begeben werden soll: Wer ist der Garantiegeber? Wie wird im Hintergrund veranlagt? Und wieder gilt: Hausverstand einschalten. Utopisch hohe Zinsversprechungen können auf eine schiefe Finanzlage hindeuten, was dein Geld in Gefahr bringt.

Weiters musst du dich darauf einstellen, dass die Laufzeiten ab zwölf Jahren aufwärts liegen. Darum solltest du in dieser Form nur Beträge parken, die du längerfristig nicht brauchst.

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