So, 18. Februar 2018

Fastenmonat vorbei

30.08.2011 19:40

Muslimische Welt feiert Ende des Ramadan

Mit einem dreitägigen Freudenfest begehen aktuell rund 1,5 Milliarden Muslime weltweit das Ende des heiligen Fastenmonats Ramadan. In den beiden größten islamischen Ländern, Indonesien und Pakistan, beginnt das Fest des Fastenbrechens (Eid al-Fitr) am Mittwoch. Auch in Indien, wo die weltweit drittgrößte muslimische Gemeinschaft lebt, sowie im Iran mussten Gläubige noch bis zum Sonnenuntergang des Dienstags fasten.

In den meisten arabischen Ländern wie Saudi-Arabien und Ägypten herrscht bereits seit Montagabend Hochstimmung. In Libyens Hauptstadt Tripolis tanzten Tausende Menschen auf dem Platz der Märtyrer. Sie feierten ausgelassen das Ende der 42 Jahre langen Herrschaft des Regimes von Ex-Machthaber Muammar al-Gaddafi.

In der Türkei heißt das Eid-Fest wegen der vielen Süßigkeiten auch Zuckerfest (Seker bayrami). Es wird traditionell für gegenseitige Besuche, Geschenke und die Verteilung von Süßigkeiten genutzt.

Spielende Kinder und Jubelstimmung in Kabul
In Kabul feierten die Menschen den Auftakt des dreitägigen Eid-Fests mit Musik und Gebeten. Trotz der Angst vor Terroranschlägen waren zahlreiche Menschen auf den Straßen der afghanischen Hauptstadt zu sehen, viele hatten sich für Besuche bei Verwandten neue Kleider gekauft. Kinder spielten in Parkanlangen, Erwachsene kauften Trockenobst und Fleisch. Junge Menschen versammelten sich zum Picknick außerhalb der Stadt.

Der afghanische Präsident Hamid Karzai rief die Taliban zum Eid-Fest erneut dazu auf, der Gewalt abzuschwören. Taliban-Chef Mullah Mohammad Omar hatte zuvor in einer Botschaft anlässlich des Endes des Fastenmonats mitgeteilt, der Kampf werden weitergehen. Er forderte erneut einen sofortigen Abzug der ausländischen Truppen.

Verzicht auf sämtliche Speisen und Getränke
Fasten gehört zu den im Koran verankerten fünf Pflichten eines Muslims. Die Feiern zum Abschluss des Ramadan zeigen die Freude darüber, die Entbehrungen während des Fastens im neunten Monat des islamischen Mondkalenders gemeistert zu haben. Wie christliche Kinder zu Weihnachten bekommen auch kleine Muslime zum Eid-Fest Geschenke.

Das islamische Fasten an sich bedeutet für den (gesunden) Gläubigen den Verzicht auf sämtliche Nahrungsmittel sowie Getränke von Sonnenaufgang bis -untergang. Auch Tabakwaren und Geschlechtsverkehr sind tabu. Abends werden traditionell etwa Datteln und Wasser zu sich genommen - wobei das tägliche Fasten vielerorts bereits mit üppigen nächtlichen Festmahlen ausgeglichen wird.

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