Mo, 19. Februar 2018

Warnung an Politik

30.08.2011 08:00

Tea-Party-Ikone sieht "Irene" als Botschaft Gottes

Während die Zahl der Todesopfer durch den Wirbelsturm "Irene" in den USA und Kanada auf mindestens 40 gestiegen ist, hat die ultrakonservative US-Präsidentschaftsbewerberin Michele Bachmann mit Äußerungen, Hurrikan "Irene" und das jüngste Erdbeben in den USA seien eine Botschaft Gottes an die US-Politik, für Kopfschütteln gesorgt.

"Ich weiß nicht, was Gott noch alles tun muss, um die Aufmerksamkeit der Politiker zu bekommen. Wir hatten ein Erdbeben, wir hatten einen Hurrikan. Er sagte: 'Werdet ihr mir wohl endlich zuhören?'", verkündete die von der erzkonservativen Tea-Party-Bewegung unterstützte Bachmann am Sonntag bei einem Auftritt in Florida.

Spott und Häme für "Gespräch mit Gott"
"Bachmann spricht mit Gott - schon wieder", schrieb ein Kommentator der "Washington Post" und erinnerte daran, dass die Ikone der Tea-Party-Bewegung bereits ihre Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner als von Gott gewollt hingestellt hatte. Im "New York Magazine" wurde Bachmann mit dem radikalen Fernsehprediger Pat Robertson verglichen und ihre Äußerung als "lächerlich" gebrandmarkt. Medienberichten zufolge erklärte die Politikerin inzwischen, ihre Äußerungen seien scherzhaft gemeint gewesen.

Bachmann hatte Mitte des Monats eine wichtige Testabstimmung der Republikaner im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur gewonnen. Inzwischen wurde sie in Umfragen allerdings vom texanischen Gouverneur Rick Perry überholt.

Die ultrakonservative Politikerin tritt immer wieder gerne in Fettnäpfchen. Ihr bisher peinlichster Patzer: In einem Fernsehinterview anlässlich des offiziellen Starts ihrer Kampagne verwechselte Bachmann Westernlegende John Wayne mit einem gleichnamigen Serienkiller, dessen "Geist auch in ihr stecke".

Aufräumarbeiten nach "Irene" haben begonnen
In den USA gab es indessen nach Behördenangaben und Medienberichten vom Montag Todesopfer in elf Bundesstaaten an der Ostküste. Ein weiterer Toter wurde aus Kanada gemeldet. Die meisten Opfer starben durch umstürzende Bäume oder Verkehrsunfälle im Zusammenhang mit dem Sturm, mehrere Menschen wurden von den Fluten mitgerissen.

"Irene" hatte am Montag abgeschwächt Kanada erreicht, während in den USA die Aufräumarbeiten begannen. Beim Durchzug durch den Nordosten der USA hatte der Wirbelsturm Strommasten umgerissen, Bäume entwurzelt und Straßen überflutet. Die Behörden warnten, die heftigen Regenfälle im Gefolge des Sturms könnten möglicherweise noch tagelang anhalten. Millionen von Menschen sind in den Vereinigten Staaten noch immer ohne Strom.

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