Mo, 23. Oktober 2017

Keime in Blockhütte

27.08.2011 16:22

Deutsche nach Bad in Whirlpool in Salzburg gestorben

Entspannen, abschalten, die Seele baumeln lassen - aus diesen Gründen hat sich die Regensburgerin Beate H. im Winter 2010 entschlossen, in eine Wellness-Anlage im Lungau in Salzburg zu reisen. Doch der Whirlpool in ihrer Luxus-Blockhütte sollte ihr zum Verhängnis werden, denn dort tummelten sich gefährliche Nasskeime. Die 49-jährige Urlauberin starb schließlich an Organversagen. 18 Monate nach ihrem Tod muss sich nun der Hotelier verantworten.

Urlaub mit Whirlpool in der eigenen Blockhütte - davon hatte Beate H. schon immer geträumt. Also reiste sie von Regensburg nach Salzburg, um sich in einer Wellness-Anlage von ihrem Job in einer Wasserwacht-Station zu erholen.

Mit heftigen Bauchschmerzen ins Krankenhaus
Es war die letzte Reise der 49-Jährigen, denn schon nach wenigen Stunden in der "Beauty-Oase" klagte sie über heftige Bauchschmerzen. Die Beschwerden wurden so schlimm, dass die Bayerin schließlich beschloss, den Urlaub abzubrechen und sich in ihrer Heimat behandeln zu lassen.

In der Uni-Klinik Regensburg die schreckliche Diagnose: Beate H. war von dem giftigen Bakterium "Pseudomonas Aeruginosa" - zu Deutsch Nasskeim - befallen worden. Eine Erkrankung, die lebensbedrohlich sein und auch zum Tod führen kann. Einen Tag später verstarb Beate H. an Organversagen. Gutachter stellten fest, dass sie sich im Hotel mit dem Keim infiziert hatte. Gegen den Hotelchef wurde Anklage erhoben. Prozessauftakt ist am 7. September.

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