Mi, 22. November 2017

Kleiner Kombinierer

25.08.2011 20:31

Wie dein Kind logisch denken lernt

Eltern wollen ihre Kinder in ihrer geistigen Entwicklung so gut wie möglich unterstützen. Ein sehr wichtiger Bereich ist das logische Denkvermögen. Es erlaubt deinem Kind, Rückschlüsse zu ziehen und zu neuen Erkenntnissen zu gelangen, sowie Lernschritte zu vollziehen. So fördertst du dein Kind in dieser Hinsicht optimal.

Ebenso wie das kreative Denken entwickelt sich die Logik durch entsprechende neue Verknüpfungen im Gehirn, die dein Kind in seinen ersten Lebensjahren entwickelt. Natürlich bringt jedes Kind hierfür andere Voraussetzungen mit. Doch ein wesentlicher Faktor, inwieweit natürliche Begabungen zur Blüte gelangen, ist eine entsprechende Förderung durch das Umfeld – in erster Linie also Eltern und Betreuungspersonen.

Fragen zulassen
Ein wichtiger Schlüssel zum Verstehen von neuen Sachverhalten ist das Stellen von Fragen. Wenn du deinem Kind vermittelst, dass seine Fragen nicht erwünscht, ja, sogar lästig sind, wird es bald damit aufhören. Doch damit wäre eine sehr wichtige Förderungsmöglichkeit vertan. Du solltest dein Kind im Gegenteil sogar anregen, Fragen zu stellen. Bringe es dazu, Situationen bewusst zu hinterfragen und wissbegierig zu sein.

Die Fragen nach dem Warum ist zwar oft anstrengend, aber für die Entwicklung deines Kindes sehr wichtig. Stellt dein Kind sie nicht allein, solltest du sie ihm in den Mund legen. Ein Beispiel: Dein Kind sieht einen Vogel auf dem Boden sitzen. Statt einfach nur festzustellen "Jö, ein Vogerl" könnt ihr gemeinsam überlegen, warum es da sitzt. Vielleicht wartet es auf ein Bröselchen, das zu ihm herunterfällt. Oder es pickt nach Körnern. Oder es sucht einen Wurm. Wichtig ist, dass dein Kind Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge kennenlernt und versteht, dass nichts ohne einen Grund passiert.

Impulse aus dem Umfeld
Auch durch entsprechendes Spielzeug kannst du gezielt Frühförderung betreiben. Etwa Spielzeug, bei dem dein Kind selbst aktiv werden muss, damit sich etwas tut: Puzzles, Steckspielzeuge, bei denen Bausteine in die Löcher mit der entsprechenden Form gesteckt werden müssen. Genauso kann ganz einfach im Alltag gefördert werden: durch Zählen, spielerisches Multiplizieren. Wie viele Äpfel liegen im Korb? Wie viele Packungen Saft kaufen wir?

Größere Kinder kann man auch beim Backen mit einbeziehen: Bitte dein Kind, dir drei Eier zu geben. Eins davon ist schlecht – wie viele sind übrig geblieben? Oder ein Mehr-weniger-Spiel: Vier Schnitzel liegen in der Schüssel. Papa isst zwei, Mama eins – wer hat mehr gegessen?

Du kannst dein Kind in alle Tätigkeiten mit einbeziehen, bei denen es Kategorien bilden und sortieren muss: Beim Abwaschen bzw. Geschirrspülerausräumen müssen kleine Teller auf kleine Teller, große auf große gestapelt und Tassen zusammengestellt werden. Ist dein Kind dafür noch zu klein, können auch Plastikboxen verwendet werden.

Auch Gedächtnisspiele, wie "Ich packe meinen Koffer" oder klassisches Memory, helfen deinem Kind, sein Gedächtnis zu trainieren. Ebenso sind Ausflüge wie in den Zoo oder auf Themenwanderpfaden sowie in Museen sehr lehrreich für Kinder.

Keine Überforderung
Achte darauf, deinem Kind nur so viele bzw. jene Impulse zu geben, die es gerade schon verarbeiten kann. Wähle Impulse aus, die für dein Kind in seinem Alltag Bedeutung haben und wo du ein natürliches Interesse merkst. Dort ist die Aufnahmebereitschaft am größten. Im Schulalter kannst du dann gezielt bei seinen Lernaufgaben helfen, indem du Zusatzübungen mit ihm machst. Aber auch hier gilt: Nicht übertreiben!

Es ist wichtig, das richtige Mittelmaß zu finden, denn weder Über- noch Unterforderung tut deinem Kind gut. In diesem Fall werden Kinder oft zum "Zappelphilipp", stören oder sind trotzig.

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