So, 19. November 2017

Auszeit war nötig

24.08.2011 14:38

Rosenstolz hat „zu spät die Notbremse gezogen“

Rosenstolz-Sänger Peter Plate hat die "schwerste Krise" seines Lebens hinter sich. Wegen seines psychisch-körperlichen Zusammenbruchs im Jänner 2009 hatte das Berliner Popduo lange pausiert. "Unser Erfolg war so groß, und ich fühlte mich trotzdem so klein. Es war, als bräche das Lampenfieber der letzten 15 Jahre mit einem Schlag über mich herein", erinnert sich Plate. "Es war nackte Panik. Nackte Angst. Alles drehte sich. Ich dachte, die Welt bricht zusammen."

"Wir haben einfach zu spät die Notbremse gezogen", sagte Sängerin AnNa R. im "Stern"-Interview. Zwischen den beiden Duopartnern habe es keine Krise gegeben. "Wir waren nur unendlich müde. Ich hatte zwischenzeitlich so die Schnauze voll von der ganzen Branche."

Im Nachhinein kam der Zusammenbruch bei einem Konzert in Hamburg laut Plate nicht überraschend. "In meinem Haus brannte es damals in allen Ecken und Enden." Künstlerisch sei er in einer Art Krise gewesen, auch seine Partnerschaft mit seinem Lebensgefährten habe nicht mehr funktioniert. Die beiden seien nicht mehr zusammen. "Aber wir nennen das nicht Trennung. Unsere Beziehung hat jetzt eine neue Ebene erreicht."

Plate half sich mit einem Coaching und zog "nur mit meinem Keyboard" für ein Jahr nach London, wie er sagt. Wichtig sei, dass er aus den letzten zwei Jahren etwas gelernt habe. "Wenn es in meinem Kopf zu viel wird, muss ich mich zwei, drei Tage ausklinken. Dann ist der Akku wieder einigermaßen voll." Rosenstolz veröffentlicht Ende September das Comeback-Album "Wir sind am Leben".

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