So, 20. Mai 2018

ÖBB-Konkurrenz

23.08.2011 17:09

Französische Bahn steigt bei neuer Westbahn ein

Die französische Staatsbahn SNCF steigt mit 26 Prozent bei der neuen Westbahn ein. Damit machen die Franzosen den ÖBB auf der Paradestrecke zwischen Wien und Salzburg Konkurrenz.

Das Westbahn-Betreiberunternehmen Rail Holding AG steht nun zu je 26 Prozent im Eigentum des Strabag-Chefs Hans-Peter Haselsteiner, des früheren ÖBB-Managers Stefan Wehinger sowie der SNCF, 22 Prozent hält die Schweizer Augusta-Holding. Das Closing der Transaktion fand am Montag statt, teilte die Anwaltskanzlei Schönherr mit, die die SNCF beim Einstieg beraten hatte. Angaben zum Kaufpreis wollte ein Westbahn-Sprecher nicht machen.

Wehinger: "Alles auf Schiene"
Westbahn-Manager Wehinger zeigte sich bezüglich des Einstiegs der SCNF bei der Westbahn "sehr zufrieden". Mit der französischen Bahn habe man nun einen starken Partner: "Wir sind damit stärker geworden." Die Finanzierung der Westbahn sei aber schon vor dem Einstieg der Franzosen gesichert gewesen: "Alles ist auf Schiene."

Der Einstieg der SNCF stehe eher unter dem Motto "Kriegskasse", meinte Wehinger. "Die Welt hört in Salzburg nicht auf, in beiden Richtungen nicht." Die Strecke Wien - Paris wolle die Westbahn aber nicht fahren. "Das ist keine Option, da wäre man mit dem Flugzeug besser bedient."

Konflikt zwischen ÖBB und privater Bahn
Die ÖBB und die Westbahn hatten erst vor wenigen Wochen ihren Konflikt über Zugtrassen beigelegt. Zwischen den künftigen Konkurrenten hatte wegen Fahrzeiten, Wartezeiten an Zwischenstopps sowie der Abstimmung mit dem Nahverkehr ein Streit getobt. Die Lösung soll mögliche negative Auswirkungen für die Kunden so gering wie möglich halten.

Die Westbahn will ab Dezember auf der Strecke Wien - Salzburg den Betrieb aufnehmen. Damit verkehren insgesamt mehr Züge zwischen den beiden Städten, wobei die ÖBB-Personenverkehrs AG auf drei Züge verzichtet, deren Trassen künftig die Westbahn nutzt. Im Gegenzug verzichtet die Westbahn auf die im Rahmenvertrag mit der Zuweisungsstelle vereinbarte Bandbreite für die Zugabfahrtszeiten.

Eine mögliche Expansion des Westbahn-Betriebs auf weitere Strecken in Österreich und Osteuropa wird derzeit geprüft.

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