Mo, 28. Mai 2018

Melkkuh Autofahrer

07.04.2005 21:18

Autofahren wird immer teurer

Autofahren wird immer teurer, und zwar überdurchschnittlich, kritisiert ARBÖ-Generalsekretär Dr. Rudolf Hellar und macht dafür die schwarz-blaue Regierung verantwortlich. Zwischen Februar 2000 und Februar 2005 sind die Autokosten um 13,26 Prozent gestiegen und damit ein Drittel mehr als die allgemeine Teuerung, die 10,9 Prozent ausmachte.

So wurde ab Juni 2000 die motorbezogene Versicherungsteuer für alle Pkw, Kombi und Krafträder gleich um 51,4 Prozent erhöht. Da man diese Steuer jedes Jahr zahlen muss, wirkt diese Erhöhung "nachhaltig", jedes Jahr. Ab Jänner 2001 wurde die PKW-Mautvignette schlagartig um 80 Prozent verteuert, ebenfalls mit Langzeitwirkung. Im Jänner 2004 wurden die Mineralölsteuer für Treibstoffe erhöht (um einen Cent für Benzin, zwei Cent für Diesel) und die kilometerbezogene LKW-Maut neu eingeführt. 

In der Folge sind die Abgaben und Steuern der Autofahrer Jahr für Jahr gestiegen: Im Jahr 2000 machten sie noch 7,5 Mrd. Euro aus, 2001 stiegen sie auf 8 Mrd. Euro, 2002 auf 8,5 Mrd., um im Jahr 2003 dann 8,8 Mrd. Euro zu erreichen. Allein im Jahr 2004 zahlten die Autofahrer (nach Berücksichtigung des Budgetvollzugs) eine neue Rekordsumme von 10 Mrd. Euro. Dr. Hellar: "Alles in allem wurde von den Autofahren zwischen 2000 und 2004 eine unvorstellbare Summe von 42,8 Mrd. Euro an automotiven Steuern und Abgaben abgeführt. Im alten Schilling gerechnet sind es 589 Mrd. Schilling." 

Trotz dieser Rekordbelastung hat die Regierung  weitere Belastungen für die Autofahrer beschlossen, die heuer und in den nächsten Jahren wirksam werden, schimpft der Experte: die "Strafsteuer" für neu zu gelassene PKW ohne Partikelfilter (plus Bonus für Autos mit Partikelfilter) sowie die Einführung von Biodiesel (ab Herbst 2005) und Bio-Benzin (ab Herbst 2007), die - allen gegenteiligen Beteuerungen zum Trotz - ebenfalls zu Verteuerungen führen werden.

 

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