Di, 20. Februar 2018

Mindestpreise

07.04.2005 10:37

eBay schiebt Auktionsfouls Riegel vor

eBay wird Versteigerungs-Fouls einen Riegel vorschieben. 1-Euro-Schnäppchen werden nämlich ab 11. April 2005 beim Online-Auktionshaus wesentlich weniger oft zu ergattern sein, wenn eBay einen "Mindestpreis" einführt. Damit sollen z.B. Fälle wie jener in Deutschland verhindert werden, bei dem ein Anbieter einen schicken Sportwagen für schlappe 63 Euro verkaufen musste...

Bis jetzt ist es wegen der hohen Gebühren bei eBay (die die Anbieter dazu veranlassen, nicht mehr den gewünschten Mindestpreis einzustellen) noch gängige Praxis, Produkte für einen mageren Euro anzubieten. Danach heißt es warten und hoffen, dass die Bieter in letzter Minute den Preis auf eine akzeptable Höhe treiben.

Ein Unterfangen, das vor allem bei Objekten im unteren Preissegment oder bei wenig Interessenten in vielen Fällen vergeblich blieb. Aber auch bei Angeboten, um die sich die potenziellen Käufer raufen, kann die Gebühren sparende Einstellung auf Ein-Euro-Rufpreise ins Auge gehen.

Faule Tricks von Pseudo-Käufern
Speziell dann, wenn mit faulen Tricks gearbeitet wird. Eine verbreitete Methode der schwarzen Schafe unter den Bietern ist es, mit Zweit- und Drittaccounts den Preis in die Höhe zu treiben, wodurch andere, ernsthafte Interessenten abgeschreckt werden. Kurz vor Ende der Versteigerung zieht der oder die Pseudo-Käufer das Gebot zurück und das Objekt der Begierde geht um einen Schleuderpreis an den Besitzer eines dritten Accounts (der eigentliche Account des Pseudo-Käufers). Dieser Trick ist streng verboten, ertaptte "Täter" werden von eBay ausgeschlossen.

Mindestpreis ab 11. April
Was in den USA schon seit Jahren praktiziert wird, nämlich die Möglichkeit, ein Produkt mit einem Euro anzubieten und trotzdem nicht unter dem gewünschten Mindestpreis verkaufen zu müssen, wird nun auch bei uns Realität werden. Konkret am 11. April 2005! Ab diesem Datum steht auch Bietern in Europa die Funktion "reserved price", also "Mindestpreis", zur Verfügung, die den oben genannten Tricks einen Riegel vorschieben soll.

Geringere Gebühren wären eigentlich auch eine Möglichkeit gewesen...

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