Do, 22. Februar 2018

Vier Tage im Lift

06.04.2005 07:29

Dieser Mann steckte vier Tage im Aufzug fest

Nach vier Tagen (!) in einem stecken gebliebenen Aufzug ist ein 35-jähriger Mann am Dienstag in New York aus seiner misslichen Lage befreit worden. Er habe immer wieder laut um Hilfe geschrieen und den Alarmknopf gedrückt, aber niemand habe ihn gehört, sagte der Mann nach seiner Rettung in einem Fernsehinterview.

Der Einwanderer, der kaum englisch spricht, hatte am Freitagabend (Ortszeit) in einem Hochhaus im Stadtteil Bronx Essen ausgeliefert, war dann aber nicht an seinen Arbeitsplatz in einem Restaurant zurückgekehrt. Nach Polizeiangaben suchten Beamte den Wohnkomplex und die Umgebung drei Tage lang ab. Kollegen hatten befürchtet, dass der Essensbote überfallen worden sein könnte.

Laut um Hilfe geschrieen
Erst am Dienstagmorgen (Ortszeit) wurde die Feuerwehr durch den Aufzug-Alarm auf den Mann aufmerksam. Der Fahrstuhl war zwischen der dritten und vierten Etage des 38-stöckigen Hochhauses stehen geblieben. Er habe laut um Hilfe geschrieen und den Alarmknopf gedrückt, aber niemand habe ihn gehört, sagte der Mann nach seiner Rettung in einem Fernsehinterview. Die meiste Zeit habe er geschlafen.

Wie die "New York Times" in ihrer Online-Ausgabe berichtete, klagte der gebürtige Chinese nach seiner Rettung über starken Durst. Wegen Dehydrierung wurde er in ein Krankenhaus gebracht.

Viele Hausbewohner würden sich seit Jahren über den schlechten Zustand der Aufzüge beschweren, berichtete eine Stadtteilzeitung auf ihrer Webseite. "Man muss jedes Mal beten, dass der Aufzug nicht stecken bleibt", sagte eine Anwohner der "Norwood News".

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