So, 25. Februar 2018

Viagra macht blind

03.04.2005 17:59

Viagra macht sexhungrige Männer blind

Die Einnahme von Viagra kann bei manchen Männern zu einem Zustand dauerhafter Erblindung führen. Denn durch die Einnahme des potenzsteigernden Medikaments kann es zu einem "Schlaganfall des Auges" - einem Nonarteric Ischemic Optic Neuropathy (NAION) - kommen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Forscherteam der University of Minnesota, wie pressetext berichtete.
Das Krankheitsbild entsteht, wenn die Blutversorgung des Sehnervs unterbrochen wird und der empfindliche Nerv dadurch geschädigt wird. Dies kann in weiterer Folge zur Erblindung des Patienten führen. "Seit Jahren ist uns bekannt, dass manche Männer durch die Einnahme von Viagra kurzfristig eine getrübte Farbwahrnehmung haben und beispielsweise Dinge nur noch grün oder blau wahrnehmen", erklärte der Studienleiter Howard Pomeranz. "Der NAION ist jedoch ein viel gefährlicherer Zustand, denn er kann zu einem dauerhaften Verlust der Sehkraft führen", so der Experte.


Gefährdet sind vor allem ältere Männer zwischen 50 und 69 Jahren, die unter Arteriosklerose, Hypertonie, Diabetes oder Hypercholesterinämie leiden. Zudem ist das Risiko für einen NAION innerhalb der ersten 36 Stunden nach Einnahme des Medikaments am größten. Außerdem konnten die Forscher feststellen, dass die bisherigen Betroffenen vor dem Insult unter einer so genannten "low cup to disk ratio" gelitten haben. Darunter verstehen die Experten eine sehr enge Verbindung der Blutgefäße und Nerven an den schmalen Platz am hinteren Auge.


"Viagra reguliert eine Chemikalie im Körper, welche die Arterien verengt. Dieser Verengungsprozess kann die Blutversorgung zum Auge kappen - besonders bei Personen mit einer niedrigen low cup to disk ratio - und kann so zu einem NAION führen", resümierte der Experte. Die Forscher empfehlen auf Grund ihrer Ergebnisse bei der Verschreibung von Viagra auch immer die Gesundheit der Augen eines Patienten mit einzubeziehen, um ein mögliches NAION-Risiko zu unterbinden. Die Ergebnisse der Studie sind in der aktuellen Ausgabe des Journal of Neuro-ophthalmology
 
nachzulesen.
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