Mi, 21. Februar 2018

"Welpen-Falle"

19.08.2011 14:59

Burgenländerin fiel Internetbetrug zum Opfer

Ein Foto eines Hundebabys hatte es einer jungen Frau aus dem Bezirk Oberwart dermaßen angetan, dass die Burgenländerin insgesamt 277 Euro für den Kauf und Transport des kleinen Vierbeiners in die Schweiz und nach Westafrika überwies. Vergeblich: Den Hund hat sie bis heute nicht zu Gesicht bekommen. "Das ist klassischer Internet-Betrug", warnte Eva Schreiber von der Konsumentenschutzberatung am Freitag.

Beim Surfen im Internet war die Südburgenländerin auf ein Bild von einem weißen Chihuahua-Welpen gestoßen, für den die Frau mit der schweizerischen Verkäuferin einen Preis von 170 Euro vereinbarte. Nach der Überweisung wurde die Käuferin allerdings alsbald per E-Mail von einer spanischen Spedition darüber informiert, dass das Hündchen versehentlich nach Barcelona zugestellt worden sei. Dabei forderte die Firma eine zusätzliche Summe von 107 Euro für den Transport nach Österreich.

Weitere Zahlungsaufforderungen
Trotz anfänglicher Skepsis ließ sich die junge Dame dazu überreden, den offenen Betrag per Western Union an eine Adresse in Westafrika zu überweisen. Schon bald folgte allerdings eine weitere Nachricht, in der es diesmal hieß, dass der Welpe aus Sicherheitsgründen in einer elektronisch gesicherten Kiste via Flugzeug von Spanien nach Österreich transportiert werden müsse. Daher sei eine weitere Rechnung von 681 Euro zu begleichen.

Ab diesem Zeitpunkt zeigte die Frau kein Interesse mehr an dem Kauf des Hundebabys. Sie wurde jedoch per Mail aus Spanien informiert, dass man den Chihuahua für sechs Monate in Quarantäne stecken müsse, wenn die Zahlung nicht erfolge. Dies koste weitere 5.000 Euro. Der Burgenländerin wurde schließlich sogar eine zweijährige Haftstrafe angedroht, falls sie den "Forderungen" nicht nachkommen sollte.

"Kontakt sofort abbrechen"
Schließlich wandte sich die Tierliebhaberin an die Arbeiterkammer Burgenland. Die Konsumentenschützer warnen eindringlich vor derlei Internetbetrügern. Besonders bei günstigen Angeboten sei Skepsis angebracht. "Spätestens wenn gefordert wird, Beträge per Western Union zu übermitteln, sollte man den Kontakt zu den Anbietern sofort abbrechen", erklärte Schreiber. Wer zahle und hereingelegt wird, dem bleibe nur die Anzeigeerstattung bei der Polizei.

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