Sa, 26. Mai 2018

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19.08.2011 10:53

Uni-Professoren: "Irgendwann wird es krachen"

Die Hochschullehrer-Gewerkschaft fordert von der Politik eine Lösung beim Unizugang. "Entweder ich lasse nicht alle in die Uni rein oder ich lasse alle rein und lasse sie dann nicht durch - irgendwo muss ein Nadelöhr sein", so der Vorsitzende Richard Kdolsky am Freitag.

Solange von der SPÖ dazu keine Zustimmung kommt, müssten die Unis weiter "dahinwurschteln" und versuchen, den Geldmangel durch Verkleinerung des Verwaltungsapparats und Personalabbau auszugleichen. "Dann werden die Unis ebenso erfolgreich ausgehungert wie das Bundesheer - und irgendwann wird es krachen."

Schon jetzt sei die Situation an den Unis teils unzumutbar: Das Verhältnis von Studenten zu Lehrenden sei zu hoch, es gebe zu wenig Personal für Diplomprüfungen, bis heute habe nicht einmal jeder Universitätsassistent einen eigenen Arbeitsplatz oder PC.

"Problem ist ein politisches"
Das Problem der Unis ist aus Kdolskys Sicht "im Wesentlichen ein politisches": Die Politik definiere etwa nicht, ob die Hauptaufgabe der Unis Forschung oder Lehre sei. "Je schwammiger die Aufgaben definiert sind, umso leichter kann ich Einsparungen fordern." Die Unis "wollen und brauchen" Planbarkeit, so Kdolsky. "Diese herzustellen ist eine Aufgabe, die unsere liebe Politik seit 20 Jahren nicht zu lösen bereit ist."

In den angekündigten Hochschulplan, der nicht nur aus Sicht der ÖVP sondern auch der SPÖ ein "Mengengerüst" enthalten soll, setzt er keine großen Hoffnungen. Allerdings sei jede Planbarkeit für die Unis besser als das derzeitige System, bei dem Geld nach dem Zufallsprinzip dort hineingestopft werde, wo es "die größten Schreihälse" gebe. "Viel schlechter kann's nicht mehr werden."

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