Fr, 23. Februar 2018

Kanone gebastelt

16.08.2011 10:31

Akustik-Attacke auf Dortmunder Fans in Hoffenheim

Eine skurrile Akustik-Attacke beschäftigt derzeit die deutsche Bundesliga. Während des Samstagsspiels zwischen Hoffenheim und Meister Borussia Dortmund wurden die Fans des BVB mit einer Lärmkanone "beschossen". Nachdem ein Anhänger Anzeige erstattet und die Polizei am Montag die Ermittlungen aufgenommen hatte, gestand ein Hoffenheimer Mitarbeiter die offenbar eigenmächtige Handlung.

Videoaufnahmen des Spiels belegen, dass immer dann schrille Piep-Töne aus einer Holzkonstruktion mit nach oben gerichteten Lautsprechern zu hören waren, wenn die Dortmunder Fans Gesänge anstimmten. Die Vereinsführung der Hoffenheimer distanzierte sich umgehend von den Vorfällen und beteuerte, nichts damit zu tun zu haben.

Mitarbeiter wollte "Gegenmittel" einsetzen
Am Montagabend schließlich meldete sich der Mitarbeiter, der für die Akustik-Attacke verantwortlich ist. "Er wollte damit nach eigener Aussage 'ein Gegenmittel' gegen die aus seiner Sicht nicht mehr erträglichen Beleidigungen gegenüber Herrn Dietmar Hopp einsetzen", heißt es in einer Presseaussendung des Vereins.

Außerdem habe der Mitarbeiter erklärt, dass er sich der Tragweite seiner Handlung nicht bewusst gewesen sei und die Aktion auch einen eher scherzhaften Charakter hätte haben sollen. Als Reaktion hat die TSG Hoffenheim entsprechende arbeitsrechtliche und disziplinarische Schritte gegen den Mitarbeiter eingeleitet.

Hopp: "Dann müsste ich 200 Anzeigen erstatten"
Hoffenheim-Mäzen Hopp ist immer wieder Ziel von Fan-Attacken - besonders von Anhängern der Traditionsvereine, die den Retortenklub nicht in der Bundesliga haben wollen. Kurz nach Bekanntwerden des Akustik-Skandals hatte der Unternehmer mit wenig Mitleid für die Dortmund-Fans reagiert. "Wer mich 90 Minuten lang beleidigt, sollte nicht empfindlich reagieren. Wenn die BVB-Fans Anzeige erstatten, dann müsste ich 200 Anzeigen wegen Beleidigung erstatten", so Hopp.

Gerät schon im April im Einsatz?
Hoffenheim muss nun erklären, wie ein Mitarbeiter unbemerkt eine große Lautsprecher-Anlage unter dem gegnerischen Fanblock aufbauen und betreiben konnte. Nach Informationen der "Ruhr Nachrichten" soll das Gerät schon im vergangenen April beim Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt im Einsatz gewesen sein.

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