Mo, 21. Mai 2018

Mega-US-Manöver

16.08.2011 09:33

Lage in Korea droht wegen Militärübung zu eskalieren

Ungeachtet der Proteste Nordkoreas haben Südkorea und die USA am Dienstag ein gemeinsames Militärmanöver gestartet. An der Übung, die auf südkoreanischem Territorium stattfindet und zehn Tage dauern soll, nehmen nach Angaben der US-Streitkräfte Korea (USFK) mehr als eine halbe Million Soldaten teil. Nordkorea reagierte mit scharfem Protest auf das Manöver: "Ein Krieg kann durch den kleinsten Zwischenfall ausgelöst werden."

Das Manöver bedeute für die koreanische Halbinsel die "schlimmste Krise" der Geschichte, hieß es weiters in einer von der regierenden Kommunistischen Partei herausgegebenen Zeitung. Die Beziehungen zwischen den beiden koreanischen Staaten sind seit geraumer Zeit äußerst angespannt.

Nordkorea hatte nach Sondierungsgesprächen in den vergangenen Wochen mit Südkorea und den USA über die Wiederaufnahme eines Dialogs über das nordkoreanische Atomwaffenprogramm die Absage des gemeinsamen Manövers gefordert. Die Militärübungen seien gegen Nordkorea gerichtet und würden "die schon gespannte Situation auf der Halbinsel verschlechtern und die Gefahr eines Atomkriegs erhöhen", so ein weiterer Zeitungskommentar.

"Lehren aus Irak und Afghanistan"
Im Mittelpunkt der jährlich stattfindenden Übungen "Ulchi Freedom Guardian" stehen computergestützte Simulationen eines Krieges auf der koreanischen Halbinsel und anderer Bedrohungsszenarien. Zweck der Übungen ist es nach Angaben der USFK, die Fähigkeit der Allianz zur Verteidigung Südkoreas zu verbessern.

"Wir wenden Lehren aus dem Irak und Afghanistan sowie diejenigen an, die die Allianz bei früheren Übungen sowie durch die jüngsten Erfahrungen mit nordkoreanischen Provokationen auf der Halbinsel gewonnen hat", wurde der Befehlshaber der gemeinsamen Streitkräfte, General James Thurman, zitiert. Es gebe dabei keine Feldübungen, sagte der USFK-Sprecher.

Artilleriefeuer und Warnschüsse
Vergangene Woche reagierte Südkorea auf kurzes Artilleriefeuer aus dem kommunistischen Norden an der innerkoreanischen Seegrenze im Gelben Meer zweimal mit Warnschüssen. Ende November hatte der Norden die Insel Yeonpyeong beschossen (Infobox). Dabei kamen vier Menschen ums Leben.

Im März 2010 soll Nordkorea nahe der Seegrenze ein südkoreanisches Kriegsschiff torpediert haben. Pjöngjang stritt jedoch eine Verwicklung in den Vorfall mit 46 Toten ab - ebenso wie den jüngsten Granatenbeschuss.

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